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Regional Harste: Vom Abstiegskandidaten zum Meister
Sportbuzzer Sportmix Regional Harste: Vom Abstiegskandidaten zum Meister
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18:22 12.07.2011
Freistoßspezialist: Florian Wagenknecht (l.) hier beim Volksbank-Pokal gegen Lindenberg-Adelebsen.
Freistoßspezialist: Florian Wagenknecht (l.) hier beim Volksbank-Pokal gegen Lindenberg-Adelebsen. Quelle: SPF
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Harste

Harste gegen Nikolausberg – so lautete der Zweikampf um die Meisterschaft. Vor dem direkten Duell beim NSC hatte Rot-Weiß große Personalsorgen: Zwei Stürmer waren verletzt, „wir liefen mit zwei 50-Jährigen auf“, berichtet Chimiuc. Trotzdem gelang ein 1:1.
„Das war ja noch zu akzeptieren, aber mit dem 1:1 im nächsten Heimspiel gegen Grone II haben wir die Meisterschaft aus der Hand gegeben“, erinnert sich Abteilungsleiter Harry Schäfer. „Der NSC gewann sein Nachholspiel, und wir waren hinten dran.“
Dass Harste überhaupt ein Wörtchen um den Titel mitreden kann, hatte zu Beginn der Saison niemand geglaubt. „Zwei Abstiege in drei Jahren, kein Torwart, kein Trainer, wir wollten nur die Klasse halten“, sagt Schäfer. Ein Segen für Rot-Weiß war in dieser Situation der Rückzug des PSV Blau-Gelb – Dorin Chimiuc erklärte sich bereit zu übernehmen und wurde „zum wichtigsten Baustein“ des Teams, unterstreicht der Abteilungsleiter, zu einer „Bank im Tor“. Herausragend seien außerdem Daniel Alder in der Viererkette, Florian Wagenknecht und Tobias Kopp im Mittelfeld und dort vor allem bei Standards sowie Stürmer Lami Kosova gewesen, den Chimiuc von Blau-Gelb mitgebracht hatte. „Ein echter Knipser“, schwärmt Schäfer.

„Vor der Saison habe ich Bauchschmerzen gehabt, dann aber das Potenzial gesehen“, sagt der 39-jährige Chimiuc, der sich mit SVG-Nachwuchskeeper Maximilian Nagels Konkurrenz auf seiner eigenen Position geholt hat. „Man muss die jungen Leute was machen lassen.“ Zumindest in den ersten Spielen wird er aber wohl noch selbst zwischen den Pfosten stehen. Acht Neuzugänge und einen Abgang verzeichnet Rot-Weiß, erneut lautet das Ziel Klassenverbleib – wie in der vergangenen Spielzeit.

Im Gegensatz zu dieser wünscht sich Schäfer jedoch einen nervenschonenderen Verlauf. Am letzten Spieltag wurde es nämlich noch mal ganz eng für Harste: Ein Sieg bei der SG Herberhausen/Roringen/Waake war Pflicht, doch nach der Pause gab es erst das 0:1 per Freistoß und dann noch Rot. „Da habe ich schon die Felle davonschwimmen sehen“, sagt Schäfer. „Doch dann ging ein Ruck durch die Mannschaft, und wir haben das Spiel innerhalb von zehn Minuten gedreht.“ 2:1 gewann Harste – und war Meister.

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