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Regional Heimischer Nachwuchs dominiert Konkurrenz
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18:30 08.08.2011
Von Kathrin Lienig
Mit Risiko zum Sieg: Joachim Schemm gewinnt umkämpftes Finale gegen Dominik Bartels.
Mit Risiko zum Sieg: Joachim Schemm gewinnt umkämpftes Finale gegen Dominik Bartels. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Für den U-21-Gewinner Joachim Schemm war das Turnier ein Heimspiel. Allerdings hatte der TSCer im Finale ein hartes Stück Arbeit zu bewältigen. Gegen den ungesetzten Dominik Bartels setzte er sich in drei Sätzen (7:6, 2:6, 7:5) durch. Der Hannoveraner hatte den Platz des verletzten topgesetzten Bremers Jannik Schepers bekommen und diesen würdig vertreten. Nach einem langen Drei-Satz-Match im Halbfinale wurde Bartels im Endspiel noch einmal gefordert.

Dort hatte dann aber Schemm das bessere Ende für sich. Auch, weil er ein wenig mehr Glück hatte. Der 19-Jährige scheute nicht das Risiko, spielte immer wieder nah an die Linien und hatte entsprechend viele Berührungen der Außenmarkierungen. Das schien Bartels zunächst gelassen hinzunehmen. Gegen Ende der Partie lagen dann aber auch bei ihm die Nerven blank. „Ja, ich hatte heute viele Bälle an der Linie. Aber so ist auch mein Spiel, das passsiert öfter“, sagte Schemm, der sich in Zwei-Satz-Erfolgen zuvor durch alle Runden gespielt hatte.

Im verloren gegangenen zweiten Satz des Finales vermisste der IGS-Schüler seine Winner-Schläge. Viele Punkte gelangen ihm allerdings durch Stopps. „Da schaue ich dann genau hin, und wenn mein Gegenspieler zwei Meter hinter der Grundlinie steht, versuche ich es eben.“ Schemm wurde auch Gesamtsieger des Harz-Leine-Cups in der Altersklasse U 21. Was er mit dem Preisgeld anfangen wird, weiß er auch schon. „Noch mal eine Woche Urlaub mit einem Freund.“

Vinja Lehman, 14-jährige Siegerin der zusammengelegten weiblichen U-16/21-Konkurrenz, steckt ihr Preisgeld ins Tennis, investiert es in Material, Bekleidung und Turnierreisen. Die TSCerin, die sich ebenfalls den Gesamtsieg sicherte, gewann im Finale in drei Sätzen gegen die topgesetzte Magdeburgerin Tina Troschke (2:6, 6:4, 7:6). Den entscheidenden Tiebreak gewann sie mit 7:0. Die vier Jahre jüngere Lehmann hatte im ersten Satz Probleme gegen die körperlich weit überlegene Gegnerin. „Die spielt wie ein Mann“, fasste die niedersächsische U-16-Landesmeisterin, die sowohl auf dem Platz als auch daneben kaum Einblicke in ihr Gefühlsleben zulässt, den ersten Satz zusammen.

Im Laufe des Spiels stellte sie sich immer besser auf die Gegnerin ein, legte den Respekt ab und kämpfte sich durch. „Ich habe kein Ziel, mache einfach“, lautet die Philosophie der Bad Lauterbergerin, die für das TSC-Damenteam in der Oberliga spielt. „Da, wo ich im Moment stehe, stehe ich schon ganz gut.“ Turniere in Hannover und Bad Harzburg spielt sie demnächst, außerdem ist für das kommende Wochenende im Heimatverein Barbis ein Schaukampf anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubiläums geplant.

Der dritte heimische Harz-Leine-Gesamtsieg ging an Luise Gruber (GW Elliehausen). Nach Platz zwei in Osterode setzte sich die Bezirksmeisterin im kleinen U-14-Mädchenfeld mit 6:3, 6:2 gegen Nele Mylius (TC Lödinghausen) durch. Auch das Gruppenspiel hatte die Elliehäuserin schon in zwei Sätzen gewonnen. Sieger der männlichen U-14-Konkurrenz wurde Niklas Gerdes (TSV Bederkesa) mit einem 6:1, 6:0-Sieg gegen Robin Baciulis (TuS Leese). Adrian Oetzbach (TV GW Heiligenhaus) sicherte sich den Gesamtsieg. In der Nebenrunde gewann Marlon Sündermann (TSV Reinhausen). Mit Cedric-Bastien Fürst (TC Pöhlde) kam der M-16-Sieger auch aus der Tennisregion Süd. Er bezwang im Finale den topgesetzten Jan Mirau, der sich die Cup-Wertung in dieser Altersklasse sicherte, mit 6:3, 6:3.

Ein zufriedenes Fazit zog Turnierleiter Denes von Kallay. Am Freitag hatte man nach einem Wolkenbruch kurzfristig komplett zum SCW ziehen müssen. „Da waren unsere Plätze eine Teichlandschaft. Die Weender haben uns enorm geholfen.“ An den anderen beiden Tagen sei dann aber alles reibungslos verlaufen, lediglich fünf Spiele mussten in der Halle ausgetragen werden. Nun hoffen die beiden Turnierveranstalter TSC und TC Osterode, für das kommende Jahr wieder einen dritten Mitveranstalter ins Boot holen zu können, damit die ursprünglich aus drei Turnieren bestehende Serie wieder in bewährter Form gespielt werden kann. Gespräche laufen bereits.