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Regional Hektisch, unkonzentriert, glücklos
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12:37 06.12.2010
Engagiert, aber glücklos: die HG Rosdorf-Grone (rotes Trikot) - hier mit Alexander Weißke - gegen Dingelbe.
Engagiert, aber glücklos: die HG Rosdorf-Grone (rotes Trikot) - hier mit Alexander Weißke - gegen Dingelbe. Quelle: Pförtner
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"Da „fühlt man sich nur Sch.... – ein Punkt wäre mindestens drin gewesen,“ raufte sich Marlon Krebs die Haare. Der in diesem Monat 19 Jahre alt gewordene Rückraumspieler glänzte mit sieben Tore, doch am Ende reichte es wieder nicht.

„Uns fehlt immer noch das Quäntchen Glück“, ärgerte sich Trainer Mirko Jaissle. „Wir haben kein Geld und können uns keine neuen Spieler leisten. Wenn wir absteigen, dann steigen wir eben ab“, reagierte er fast trotzig auf die missliche Lage der Mannschaft. Und die könnte sich weiter verschlechtern, denn Ende des Jahres wird Routiniers Marcus Wuttke die HG Rosdorf-Grone verlassen. Er übernimmt eine Dozentenstelle an der Physiotherapieschule in München und Starnberg und folgt damit seiner Frau Juliane, die seit September an der Staatlichen Berufsschule Fürstenfeldbruck als Handelslehrerin Wirtschaftsfächer und Sport unterrichtet.

Gegen Dingelbe hatte sich Wuttke noch einmal richtig reingehängt und erzielte beim Stande von 3:3 (6.) seinen 50. Saisontreffer. Damit liegt er in der internen Torschützenliste nur noch einen Treffer hinter Marcel Schulz (56), der im neunten Saisonspiel völlig von der Rolle war. Im Gegensatz zu Krebs, Frölich oder Stöber.

Stöber, mit 18 Jahren Benjamin des Oberligisten, gelang in der zehnten Minute fast Sensationelles: Trotz dreifacher Unterzahl tankte er sich durch die Abwehr der Gäste und erzielte das viel umjubelte Tor zum 4:3. Außerdem parierte Torwart Grundmeier in dieser Phase einen seiner zwei gehaltenen Siebenmeter: Sonnenseiten einer Partie, über die rasch wieder dunkle Wolken zogen, als die Hausherren ihre fast schon obligatorische Auszeit nahmen: Hektik, Nervosität, mangelnde Konzentration oder unkontrollierter Übereifer ließen die HG auf 10:15 (25.) und 12:17 (28.) zurückfallen. Und ehe später mit dem viel umjubelten 28:28 (57.) durch Linksaußen Frölich erneut ein Fünkchen Hoffnung glühte, war eigentlich schon wieder alles vorbei.

Gerrit Kupzog, zweifellos ein großes Talent, boten sich gleich zwei Chancen, die er allerdings kläglich verschenkte. „Irgendwann wird das Glück auch einmal auf unserer Seite sein“, glaubt Trainer Jaissle. Vielleicht dann im nächsten Heimspiel am kommenden Sonnabend gegen Zweidorf-Bothfeld.

HG: Grundmeier, Büthe – Kupzog (3), Frölich (3), Bohnhoff, Schulz (1), Wuttke (7/2), Melle, Weißke (3), Osei-Bonsu, Stöber (2), Flechtner (1), Ruck (1), Krebs (7).

Von Ferdinand Jacksch