Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Hilleke bringt SVG in die Spur
Sportbuzzer Sportmix Regional Hilleke bringt SVG in die Spur
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:09 06.09.2009
Aufgabe erledigt: SVG-Scharfschütze Philipp Hilleke freut sich über seine Tore.
Aufgabe erledigt: SVG-Scharfschütze Philipp Hilleke freut sich über seine Tore. Quelle: Theodoro da Silva
Anzeige

SVG-Gegner Cuxhaven, angetrieben vom Trainer mit dem kräftigsten Stimmorgan der Liga, Carsten Huning, präsentiert sich am gestrigen Sonntag vor offiziell 280 Zuschauern von Beginn an als Mannschaft, die sich nicht nur in der Defensive verkriecht, sondern mitspielt. Dafür stellt sich die rot-weiße Viererkette äußerst anfällig dar – eine Schwäche, die vom Gastgeber nicht effektiv genug ausgenutzt wird: Zwar ist die SVG das optisch überlegene Team, lässt auf der anderen Seite aber den tödlichen Pass vermissen.
Den spielt in der 24. Minute prompt der Gegner: Albano setzt Richter in Szene, und der schiebt ungehindert zum 1:0 für die Gäste ein. Fortan verlieren die Schwarz-Weißen ihr Konzept und bringen kaum noch einen vernünftigen Angriff zustande.
Als Richter zu Beginn des zweiten Durchgangs auf ähnliche Weise das 2:0 markiert (Beyazit und Burkhardt machen dabei keine glückliche Figur), scheint die SVG geschlagen (52.). Nolte reagiert und tauscht Spielmacher Beyazit gegen Hafner aus (59.). Warum auch immer – plötzlich bauen die Schwarz-Weißen Druck auf. Der bis dato blasse Wiederhold wird stärker, bedient Leichtle, und Hilleke setzt einen Schuss an den Innenpfosten (63.). Doch erneut taucht Cuxhaven mit Steilpass vor dem SVG-Tor auf, Shalajs Heber geht aber drüber (66.).
Burkhardt steigert sich
Nun kommt der Moment des immer stärker werdenden Burkhardt. Seine Hereingabe verwertet Hilleke zum Anschluss (68.), und kurz darauf ist der Stürmer nach Gerdes-Freistoß per Kopfball-Bogenlampe erneut erfolgreich – die rot-weiße Abwehr inklusive Keeper Krüger pennt (75.). Aus heimischer Sicht ist jetzt Zug drin, und den Rest zum schwarz-weißen Fest besorgen Coskun, der von rechts in den Strafraum eindringt und mit links fulminant abschließt (84.), sowie mit dem Schlusspfiff der eingewechselte Kornet nach Koproduktion von Coskun und Hafner.
„Die Leute, die reingekommen sind, haben das Spiel gedreht“, lobt Nolte etwas später. Warum musste erst das 0:2 fallen, um sein Team wachzurütteln? „Manchmal braucht man einen Wecker“, lautet der Kommentar des Trainers. „Die Mannschaft hat in dieser Woche nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz Charakter bewiesen“, unterstreicht Kapitän Denis Kobold: Hinter den Kulissen scheint es am Sandweg gekracht zu haben. Beteiligt sei ein Vorstandsmitglied – mehr wollte Nolte am gestrigen Sonntag nicht verraten.
SVG: Kobold – Ehlert, Müller, Gerdes, Burkhardt – Coskun, Wiederhold, Beyazit (59. Hafner), Leichtle – Hilleke, Maffenbeier (79. Kornet). – Tore: 0:1, 0:2 Richter (24., 52.), 1:2, 2:2 Hilleke (68., 75.), 3:2 Coskun (84.), 4:2 Kornet (90.).

Eduard Warda