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Regional Hockeyklub und Lacrossespieler sehnen sich nach Kunstrasen
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15:03 25.11.2019
Lacrossepartie am Greitweg: Die Lacrosse-Sparta des MTV Grone und die Hockeyspieler des HC Göttingen wünschen sich einen Kunstrasenplatz. Quelle: Heller
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Göttingen

Erhält Göttingen einen weiteren Kunstrasenplatz? Ein kombinierter Antrag des HC Göttingen und der Lacrosse-Sparte des MTV Grone im Sportausschuss des Göttinger Rates zielt genau darauf ab. Der HCG erhofft sich bessere Feldhockey-Bedingungen, die Lacrosse-Abteilung bessere Trainingsmöglichkeiten.

Die Hallenhockeyteams des HC Göttingen eilen momentan von Erfolg zu Erfolg: Sowohl das Damen- als auch das Herrenteam sind im vergangenen Frühjahr in die Regionalliga aufgestiegen. Weil die Ligastruktur unterschiedlich ist, spielt die Herrenmannschaft damit in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, das Damenteam kämpft sogar in der zweithöchsten Liga Deutschlands um Punkte.

Demgegenüber fristet das Feldhockey beim HCG ein eher stiefmütterliches Dasein, und das hat seine Gründe, wie Niklas Krüger, Jugendwart des HC Göttingen, im Sportausschuss berichtete. Allein schon in der Technik unterscheide sich Feldhockey auf Kunstrasen vom Hockey auf Naturrasen, wie er in Göttingen praktiziert wird: So komme es vor, dass ein scharf geschlagener Pass auf Naturrasen holpert und der schwere Ball abhebt, was zu gefährlichen Verletzungen, beispielsweise am Knie, führen kann.

Aufstieg über die Oberliga hinaus ist ausgeschlossen

Ein ganz konkretes Hindernis ist die Maßgabe des Verbandes, dass Klubs, die nicht auf einen Kunstrasenplatz zurückgreifen können, nicht höher als in der Oberliga spielen dürfen. „Wir dürfen nicht aufsteigen“, erläuterte Krüger. „Ambitionierte Spieler aus unserem Verein weichen im Sommer nach Hannover und Braunschweig aus, um höherklassig Feldhockey spielen zu können“, ergänzte er.

„Seit 1976, seit den Olympischen Spielen in Montreal wird Feldhockey eigentlich nur noch auf Kunstrasen gespielt. Wir sind unter den niedersächsischen Vereinen mit mehr als 100 Mitgliedern der einzige Verein, der keinen Kunstrasenplatz hat“, verdeutlichte der HCG-Jugendwart. Dabei werde in Göttingen Hockey auf einem hohen Leistungsniveau gespielt, und mit mittlerweile 180 Mitgliedern und fünf Jugendmannschaften sei man gut aufgestellt. Unter anderem wegen der nicht zu unterschätzenden Verletzungsgefahr auf Naturrasen stagniere jedoch die Jugendarbeit.

HC Göttingen und „Grasshoppers“

Der Hockey-Club Göttingen wurde 1982 gegründet und zählt rund 180 Mitglieder. In der Halle spielt das Damenteam seit diesem Jahr in der Regionalliga Nord: Nach einer erfolgreichen Hallensaison wurden der HCG seiner Favoritenrolle gerecht und setzten sich im Aufstiegsspiel mit 7:2 (5:0) gegen den THK Rissen durch. Die erste Herrenmannschaft spielt seit der Saison 2014/15 in der Halle in der Oberliga – und nach dem sensationellen Aufstieg im Frühjahr ebenfalls in der Regionalliga Nord.

Lacrosse in Göttingen wurde zunächst für den Damenbereich entdeckt – 1997 auf Initiative der englischen Studentin Claire Young. Folglich war Lacrosse zunächst am Hochschulsport der Uni Göttingen angesiedelt und wurde durch den Hochschulsport und das Sportreferat finanziert. Als „Grasshoppers Göttingen“ gehören die Lacrosser heute als Sparte dem MTV Grone an. Im Winter wird regelmäßig mit „Labox“ ein Hallenturnier veranstaltet.

Die Ausgangsposition der Lacrosser des MTV Grone ist eine etwas andere. Jugendmannschaften sind noch Fehlanzeige, „aber ein erklärtes Ziel“, wie es im Sportausschuss hieß. Zuträglich wäre in dieser Hinsicht ein Kunstrasenplatz, zumal den Groner Lacrossefreunden der Schuh eher im Winter als im Sommer drückt – im Winterhalbjahr würden den Lacrossern wegen des Belegungsdrucks auf den Plätzen keine oder kaum Termine eingeräumt werden.

Außerdem entspreche die Linierung auf Kunstrasenplätzen für Fußballer nicht dem Lacrosse-Bedarf. „Auf einem entsprechenden Kunstrasenplatz könnten wir ein leistungsgerechtes Training durchführen und den Aufbau von Jugendmannschaften vorantreiben“, sagte ein MTV-Vertreter im Sportausschuss.

Für die Umsetzung kommt nur Areal am Greitweg in Betracht

Für einen Neubau komme eigentlich nur der vorhandene Naturrasenplatz am Greitweg hinter dem vorhandenen Kunstrasen-Fußballplatz in Frage, sagte Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF), im Sportausschuss. Ein anderer Standort, den die GoeSF bereits untersucht hat, falle aufgrund der örtlichen Gegebenheiten weg. Weil auch der Unterbau entsprechend hergerichtet werden müsste, sei die Kostenschätzung des HCG realistisch – Frey bezifferte die Kosten auf 850000 bis 900000 Euro.

„Dadurch, dass wir einen noch größeren Zufluss von ambitionierten Hockeyspielern hätten, würde ein Kunstrasenplatz auch die Attraktivität des Uni-Standortes Göttingen steigern“, sagte HCG-Jugendwart Krüger im Sportausschuss. Auch seien Kooperationen mit Schulen und anderen Vereinen vorstellbar. Sowohl die Hockeyspieler als auch die Lacrosser sind bereit, sich mit einem Eigenanteil zu beteiligen.

Von Eduard Warda

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