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Regional Ida-Sophie Hegemann triumphiert auf dem Mont Blanc
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18:37 05.07.2019
Malerische Kulisse: Ida-Sophie Hegemann (r.) feiert Weltcupsieg auf dem Mont Blanc. Quelle: Foto: r
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Eichsfeld

Bereits eine Woche vor dem Wettkampf in den französischen Alpen ging es für Hegemann in den bekannten Wintersportort Chamonix. „Ich durfte eine Woche lang mit den besten Trailläufern der Welt in Chamonix verbringen“, erzählt Hegemann, die als Höhepunkt am Ende der Woche am Marathon du Blanc, dem zweiten Rennen der Trail World Series 2019, teilnahm.

3000 Höhenmeter bergauf

Der Lauf auf dem höchsten Berg Europas zählt zu den bekanntesten und am besten besetztesten Trail- Marathons der Welt. Die Teilnehmer müssen knapp 3000 Höhenmeter bergauf und 1800 Höhenmeter bergab absolvieren.

Die Startplätze waren begehrt, aber Hegemann wurde bereits vor der Saison für die World Trail Series nominiert und konnte somit auch in Chamonix an den Start gehen. Bedingt durch starke Rückenprobleme musste die Duderstädter Trailläuferin den ersten Lauf im spanischen Zegama noch als Zuschauerin verfolgen und war entsprechend motiviert, auf dem Mont Blanc dabei sein zu können.

Die Vorbereitung lief trotz der Rückenprobleme gut – Hegemann bereitete sich beim Straßenhalbmarathon in Hannover, den sie gewann, auf den Lauf in den Alpen vor.

Extreme Hitze

Bei extremer Hitze startete das Rennen bereits um 6 Uhr morgens. In drei Startblöcken gingen die rund 500 Frauen und 1000 Männer auf die anspruchsvolle Strecke. „Ich hatte mir vorgenommen, das Rennen kontrolliert anzugehen, um auch zu testen, wie sich mein Rücken anfühlt“, so Hegemann, die die Top 100 der Frauen als Ziel anpeilte. Zudem nahm sich die Eichsfelderin in der Kategorie U23 einen Podestplatz vor.

„Wenn man an der Starlinie mit der Weltelite steht, kann es schon dazu verleiten, das Rennen zu schnell anzugehen“, so die Trailläuferin. Nach 10 Kilometer hatte Hegemann bereits ein gutes Gefühl, dass etwas möglich sei. Sie überholte auf dem flachen Teil der Strecke einige namhafte Läuferinnen. Dann der erste Anstieg, bei dem auf 3 Kilometern gleich 1200 Höhenmeter überwunden werden mussten. Hegemann war gut in der Zeit – schneller als gedacht.

„Ich wollte das Rennen genießen, musste aber sehr viel trinken“, so die Eichsfelderin, die bei mehr als 30 Grad den Mont Blanc hinauf lief. Nach knapp 44 Kilometern war das Rennen beendet und Hegemann gewann die U23 in etwas mehr als fünfeinhalb Stunden – der erste Weltcupsieg war perfekt. In der Gesamtkonkurrenz der Frauen belegte sie als beste Deutsche den 25. Platz.

Größter Triumph

„Es war das Rennen meines Lebens und definitiv der bisher größte Erfolg“, freut sich Hegemann über den Triumph. Noch im vergangen Jahr verfolgte die Trailläuferin das Rennen in den Alpen vor dem Fernseher, mit dem Wunsche einmal teilzunehmen.

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf, denn Hegemann bereitet sich in der kommenden Woche in Österreich bereits auf das dritte World-Series-Rennen im August in Sierre Zinal in der Schweiz vor.

Von Jan-Philipp Brömsen

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