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Regional Individuelle Fehler kosten Landolfshausen den Sieg
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21:43 06.11.2011
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TSV LandolfshausenSV Südharz 1:2 (0:0). Das war bitter für den TSV Landolfshausen. Im 15. Punktspiel kassierte der Zwölften der Fußball-Bezirksliga die siebte Niederlage. Dabei boten die Gastgeber über weite Strecken die bessere Leistung, mussten aber gegen Tabellenzweiten SV Südharz Walkenried durch zwei individuelle Abwehrfehler eine unglückliche 1:2 (0:0)-Schlappe einstecken.

„Heute ist mehr als ein Punkt drin“, hoffte TSV-Abteilungsleiter Christian Rümenapf nach furiosen Anfangsminuten. Kaum waren 30 Sekunden gespielt, da lenkte Südharz-Torwart Levin den ersten Warnschuss von Bruno Weidenbach gerade noch zur Ecke. So ging es Schlag auf Schlag weiter. Ob Junge, Fedderken oder André Kaufmann, sie brachte die Gästeabwehr mächtig ins Schwitzen. Die Harzer durften sich bei Torwart Levin bedanken, der haarscharf auf seinen Posten war. Südharz-Coach Olaf Jödicke zeigte in der Pause großen Respekt vor den „kämpferischen Qualitäten“ der Hausherren. „In den ersten 20 Minuten konnten wir durchaus in Rückstand geraten. Wir haben uns einfach von der Kampfkraft und dem Willen des TSV blenden lassen.“ Auf der Strecke blieb Landolfshausens Mittelfeldspieler Florian Jünemann, der nach einem Foul mit schmerzendem Pferdekuss ausscheiden musste.

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Trotz optischer Überlegenheit stand Landolfshausen am Ende mit leeren Händen da. Zwar köpfte Zöpfgen einen Freistoß von André Kaufmann an den Pfosten und Junge nutzte den Abpraller zum bis dahin hoch verdienten 1:0 (54.). Noch mitten in die Freude hinein fiel im Gegenzug aus kurzer Distanz der ernüchternde Ausgleich durch Rumpf. Da hinterließ die TSV-Deckung samt Torhüter Rudolph nicht gerade den besten Eindruck. Und dann der Dolchstoß: Ein grobes Missverständnis zwischen dem TSV-Keeper und Verteidiger Moritz Jünemann nutzte der Ex-Göttinger Omar El Zein (früher SVG) zu seinem elften Saisontor und sicherte so den Sieg der Gäste: „Das ist schon bitter“, ärgerte sich TSV-Coach Ingo Müller über die unnötige Niederlage: „Dabei haben wir zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Fußball gespielt.“

Hoffnung für die kommenden Partien machte der frühere Torjäger André Kaufmann, der nach beruflicher Fortbildung wieder zur Verfügung steht. Gegen den SV Südharz zeigte der Stürmer mit großen Einsatz eine gelungene Rückkehr. Er brachte die 90 Minuten so auf den Punkt: „Wir waren die bessere Mannschaft und haben ein gutes Spiel gemacht. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt.“
TSV: Rudolph – Eschholz, Kreitz, Koch, M. Jünemann – Zöpfgen, Weidenbach, Fedderken, F. Jünemann (46. Ph.Tups), Junge – A. Kaufmann. – Tore: 1:0 Junge (54.), 1:1 Rumpf (57.), 1:2 El Zein (78.).

VfR Osterode – TSV Bremke/Ischenrode 4:0 (2:0). Bis zur 40. Minute kontrollierte der TSV Spiel und Gegner, versicherte Abteilungsleiter Dieter Königsmann. Dass es dann rasant bergab ging, sei in erster Linie die Schuld des Unparteiischen. Zunächst habe der einen unberechtigten Strafstoß gegen die Gäste gepfiffen, im Gegenzug aber ein klares Foul an Wettig im Strafraum nicht geahndet. Nach der Pause drängte der RSV auf den Anschlusstreffer, doch als der fiel, erkannte ihn der Schiedsrichter wegen angeblichen Foulspiels nicht an. Nach Protest gegen weitere strittige Entscheidungen musste TSV-Trainer Ralf Stieg den Platz verlassen.
TSV: D. Kobold – Beushausen, Melzer, Wendhausen, Aschenbrand, – Büermann (60. Denecke), F. Kobold, Hottenrott (46. Dierks), Wettig – Wittkowski – Wille (72. Kaplan). – Tore: 1:0 Labe (40.; FE), 2:0 Labe (45.), 3:0 Dybowski (75.), 4:0 Kozicki (89.).
SV FörsteFC Grone 0:6 (0:1). Trotz des hohen Sieges war FC-Trainer Goran Andjelkovic nicht zufrieden mit dem Auftritt seines Teams gegen überforderte Förster. „Wir haben uns lange schwer getan und bis zur 80. Minute vor dem gegnerischen Tor versagt“, kritisierte er die Chancenverwertung. Dann folgte die Gala des eingewechselten Erkan Beyazit, der innerhalb von neun Minuten dreimal traf.
Grone: Borrs – Mansoor, Gouloudis, Behrens, Hillebrecht (50. Schweiger) – Keil, Ercan Beyazit, Karanovic (80. Quentin), Leuze – Moisidis (57. Erkan Beyazit), Huck. – Tore: 0:1 Keil (35.), 0:2 Erc. Beyazit (62.), 0:3/0:4/0:5 Erk. Beyazit (80./82./89.), 0:6 Erc. Beyazit (90.).
Tuspo Weser Gimte – SC Hainberg 0:2 (0:2). Hainbergs Abteilungsleiter Jörg Lohse lobte die souveräne, kompakte Leistung seiner Mannschaft, die in der 20. Minute durch einen von Steinmetz verwandelten Strafstoß in Führung ging. Da der Schiedsrichter das vorangegangene Foul als Notbremse wertete, musste Gimte fortan mit zehn Spielern auskommen. Für die Vorentscheidung sorgte Berger (35.), weitere gute Chancen ließen die Gäste aus.
SCH: Deggim – Thode (70. Tüzin), Dannenberg, Kapelle, Schulte – Esseling, Hühold (72. Schatzler), Walter, Rieck – Bergen, Steinmetz (60. Dösereck). – Tore: 0:1 Steinmetz (20.; FE), 0:2 Bergen (35.).
SVG Einbeck –SCW 2:2 (0:1). SCW-Trainer Marc Zimmermann war nach dem Abpfiff restlos bedient: Sein Team hatte durch Kopfball-Gegentore bei Standardsituationen einen 2:0-Vorsprung verspielt. „Wir müssen nach dem 2:0 weiter Fußball spielen, sind aber zu passiv. Einbeck war schon tot und hat das 2:2 wie einen Sieg gefeiert, für uns war es eine Niederlage.“ Nun könne man den Titelkampf abhaken und sei „graues Mittelmaß“.
SCW: Schwoerer – König, Luchte, Garve, Dittchrist – Baumgartner (77. Wielandt), Trenczek, Berger, Bianco (89. Brudniok) – Bauer, Blum (67. Mingers). – Tore: 0:1, 0:2 Blum (13., 52.), 1:2 Zimmermann (77.), 2:2 Schütte (80.).

Von Ferdinand Jacksch,
Eduard Warda und
Michael Geisendorf