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Regional Jahn enttäuscht Fans und Coach: „Unterirdisch“
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17:48 25.03.2012
Von Michael Bohl
Sprungwurf: Grazvydas Sereicikas (rechts) verbucht jedoch weitaus mehr Fehlversuche als Treffer auf seinem Konto.
Sprungwurf: Grazvydas Sereicikas (rechts) verbucht jedoch weitaus mehr Fehlversuche als Treffer auf seinem Konto. Quelle: Vetter
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Duderstadt

Nicht weil das Eichsfeldteam das Schlüsselspiel im Abstiegskampf mit 24:27 (8:11) verlor, sondern weil es dabei, vom Endspurt abgesehen, eine leidenschaftslose Vorstellung geboten hatte. Selten hat sich Jahn-Trainer Ekkehard Loest nach einem Spiel so enttäuscht gezeigt, selten so harte Worte für die Darbietung seiner Sieben gefunden.

Kein Blatt vor dem Mund

Nachdem er nach dem Abpfiff zunächst minutenlang fassungslos auf der Bank verharrt hatte, nahm er im Pressegespräch kein Blatt vor den Mund: „Das war 45 Minuten unterirdisch, und eine Viertelstunde richtiger Handball reicht eben nicht“, gab er unumwunden zu. War der Co­ach vor Spielbeginn noch überzeugt gewesen, seine Crew werde den Druck des Gewinnenmüssens meistern, so musste er hinterher konstatieren: „Wir haben dem Druck nicht standgehalten, wir haben immer wieder zu schnelle und zudem falsche Entscheidungen getroffen.“

Schon der erste Angriff der Begegnung offenbarte es: Die Gastgeber waren nervös, bauten im Passspiel keinen Druck auf und schlossen durch Janis Grisanovs überhastet ab: Der Halblinke warf über das Tor, und es sollten etliche weitere Wurfversuche aus dem Rückraum folgen – auch Duderstadts Halbrechter Grazvydas Sereicikas blieb nach hoffungsvollem Beginn wirkungslos. Unsicher im Abschluss auch Frederik Brandes, der den ersten Siebenmeter des Spiels über und neben den Kasten setzte. Während der gesamten Partie drängten die Hausherren in der Offensive immer wieder zu sehr in die Mitte, die Anspiele an den Kreis gelangen nicht, und Anspiele auf die Außenpositionen unterblieben fast ganz.

Verdiente Niederlage

In der Deckung agierten die Jahner meistens zu verhalten, traten vor allem Pohlheims Topwerfer Christian Schäfer stets zu spät entgegen. Von den Vorderleuten im Stich gelassen, brachten die Torleute Christian Wedemeyer und Julian Krüger kaum einmal eine Hand an den Ball. Erst als Loest 15 Minuten vor Schluss auf eine 4:2-Variante umstellte, erarbeitete sich sein Team Ballgewinne und einfache Tore. Die Konzentration genügte jedoch nicht, um genügend gegnerische Angriffe zu stoppen und selbst ausreichend viele Treffer zu erzielen. Auch im Finish ließ man zu viele Chancen aus: Marco Krist scheiterte von der Strafwuflinie, und auch die Bälle aus dem Feld wurden oft „magisch“ von Gästekeeper Jan Wüst angezogen. So blieb die Aufholjagd vom 12:20 (43.) zum 19:21 (49.) unbelohnt – und letztlich war die Heimniederlage ja auch verdient.  

TV Jahn: Wedemeyer, Krüger – Krist (4/2), Nass, Grisanovs (3), Tetzlaff (2), Müller, Meiser (5/3), Heim (1), Brandes (2), Kesilis (1), Sereicikas (3), Swoboda (2).

Beste Werfer HSG: Schäfer (7), Rigterink (4), Fay (4/3).

Stationen: 1:3 (7.), 5:4 (10.), 5:7 (16.), 7:10 (22.), 8:11 (30.); 10:17 (37.), 12:20 (42.), 19:21 (49.), 22:24 (55.), 23:27 (59.), 23:28 (60.).

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Die Rechnung ist einfach: Vier Punkte wollte Trainer und Manager Ekkehard Loest mit Handball-Drittligist TV Jahn Duderstadt aus den drei „Schicksalsspielen“ im März holen. Dem 26:24 über die TSG Münster folgte eine 24:30- Niederlage in Aschersleben, so dass das Eichsfeldteam am Sonnabend das abschließende  Schlüsselspiel gegen den Tabellenvorletzten HSG Pohlheim gewinnen muss.

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