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Regional Johannes Frey lebt für Kanupolo und trainiert beim GPC
Sportbuzzer Sportmix Regional Johannes Frey lebt für Kanupolo und trainiert beim GPC
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20:15 21.07.2013
Lieblingsgeräte: Ball und Paddel. Fehlt für GPC-Kanupolospieler Johannes Frey nur noch sein liebstes Element: das Wasser. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Johannes Frey hat seine Prioritäten klar gesetzt. „Bei so vielen Trainingseinheiten leidet das Studium schon ein wenig, aber der Sport geht eben vor“, sagt der 23-Jährige, der im sechsten Semester Physik an der Universität Göttingen studiert. Frey trainiert zwei Jugendmannschaften mit Kindern im Alter von zehn bis 16 Jahren beim GPC im Kanupolo, ist darüberhinaus selbst begeisterter Spieler im Bundesliga-Team. Zweimal wöchentlich weist Frey den Nachwuchs in die Geheimnisse der Mannschaftssportart in den Einerkajaks ein, hinzu kommen mindestens zwei Einheiten mit der Herren-Mannschaft plus zusätzliches Krafttraining.

Betreuung seiner Talente auf Turnieren

Aus heiterem Himmel ist die Auszeichnung für den Göttinger, der seit 2008 Jugendwart beim GPC ist, nicht gekommen. „Als Jugendwart hätte ich selbst einen Kandidaten als Soziales Talent nominieren können. Mich selbst habe ich natürlich nicht vorgeschlagen, aber es ist schnell durchgesickert, dass unser Vereinsvorsitzender Peter Ostertag mich designiert hat“, sagt der Sohn von GoeSF-Geschäftsführer Alexander Frey. „Eine Motivation ist es selbstverständlich trotzdem.“

Kanupolo spiele er „schon seit immer“. Dass der gebürtige Friedländer beim 200 Mitglieder kleinen Verein in eine Führungsposition schlüpft, sei die logische Konsequenz. Beim Landesverband ist Frey sogar Fachwart. Das ist er in Göttingen bereits übergangsweise für ein halbes Jahr gewesen. Mindestens fünf Wochenenden im Jahr opfert der Student für die Betreuung seiner Talente auf Turnieren in ganz Deutschland. Von den vielen Sonnabenden und Sonntagen, die er selbst als Aktiver auf dem Wasser verbringt, ganz zu schweigen.

Gegen Abstieg in Liga zwei kämpfen

Momentan dreht sich bei Frey einmal mehr alles um seine Lieblingssportart. Mit dem Bundesliga-Team ist er in dieser Saison bislang ohne Sieg geblieben, und muss nun in den Playdowns der schlechtesten vier Teams gegen den Abstieg in Liga zwei kämpfen. Gegner sind der VfK Berlin, TSV Warfleth und WSV Quakenbrück. „Wir müssen es unbedingt schaffen, die Klasse zu halten“, betont Frey.

Erst dann kann er sich vermutlich wieder voll seinem Studium widmen. Wäre da nicht ein weiteres Projekt, das für den zweiterfolgreichsten GPC-Torschützen verlockend ist. Im Anschluss an mehrere Kanu-Ferienkurse soll eine neue Jugendgruppe – diesmal für Acht- bis Neunjährige – aufgebaut werden. „Dann wäre unser Verein gut aufgestellt“, bemerkt Frey. Da er mindestens in den kommenden zwei Jahren in Göttingen bleibt, scheint beim GPC klar zu sein, bei wem dieser Job in den besten Händen liegt.

Von Rupert Fabig