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Regional Jugendleistungsstützpunkt lohnt sich für Waspo 08
Sportbuzzer Sportmix Regional Jugendleistungsstützpunkt lohnt sich für Waspo 08
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17:36 18.06.2013
Von Michael Geisendorf
Überzeugt vom Leistungsstützpunkt-Konzept der Waspo 08: Klaus Pense und Anna-Christine Schmidt.
Überzeugt vom Leistungsstützpunkt-Konzept der Waspo 08: Klaus Pense und Anna-Christine Schmidt. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Die Schwimmabteilung des mit rund 1700 Mitgliedern zweitgrößten Göttinger Vereins ist seit 2008 Jugendleistungsstützpunkt des Landesschwimmverbandes Niedersachsen (LSN) für die Region Göttingen, Northeim und Osterode und betreut aktuell sechs Kaderathleten der Jahrgänge 1999 bis 2002.

Im vergangenen Januar hat eine Kommission von LSN und Landessportbund (LSB) die Arbeit der Wasporaner begutachtet und den Vertrag bis Ende 2014 verlängert. „Wir freuen uns über das Vertrauen, auch wenn sich Stützpunkt zu sein, finanziell nicht lohnt“, betont Stützpunktleiter Pense. Im Gegenteil, pflichtet ihm Waspo-Sportkoordinatorin Anna-Christine Schmidt bei, die gemeinsam mit Carmen Braun von den Wasserfreunden Northeim die Kaderathleten trainiert:

„Waspo erhält einen jährlichen Zuschuss von 6000 Euro für Trainerstunden. Das reicht aber bei weitem nicht aus, da die Älteren fünf- bis sechsmal in der Woche trainieren müssen. Außerdem müssen wir die Bahnkosten in den Schwimmbädern übernehmen. Daher beläuft sich der Mehraufwand für Waspo auf rund 10    000 Euro“, rechnet Schmidt vor.

Nachwuchstalente aus eigenem Nachwuchs

Einwände von den Waspo-Mitgliedern gebe es aber nicht, vor allem weil vier der sechs Nachwuchstalente aus dem eigenen Verein kommen. Neben den Wasporanern Phillis-Michelle Range (Jahrgang 1999), Kevin Fuhrmann (2001), Julia Sophie Steinmetz und Fynn Kunze (beide 2002) gehören noch der Bad Gandersheimer Amon Bode (2001) und die Northeimerin Mareike Wieldt (2000) zum Leistungskader.

Sechs Athleten seien das Minimum, das der Landesverband als Leistungsstützpunkt-Größe akzeptiere, berichtet Schmidt. „Wir haben aber auch einen kleinen Bonus, weil Marcel Jerzyk, unser zurzeit bester und erfolgreichster Schwimmer, vor einigen Jahren zum Stützpunkt Hannover gewechselt ist“,   verrät die Waspo-Trainerin. „Außerdem werden aus dem Jahrgang 2003 weitere Schwimmtalente zum Kader stoßen, die die Norm erfüllen.“

Die Wasporaner möchten den Stützpunkt nicht zuletzt deshalb behalten, weil die Talente aus der Region sonst in Braunschweig oder Hannover trainieren müssten – bei bis zu sechs Trainingseinheiten pro Woche ein zeitlicher Aufwand, der nach der Schule mit zunehmend Ganztagsunterricht nur schwer zu bewältigen wäre, wissen Pense und Schmidt. Die Konsequenz könnte sein, dass die größten Talente an Sportinternate in anderen Städten wechseln und so für Waspo und die Region verlorengingen.

Sehr froh sind die Wasporaner darüber, dass das Felix-Klein-Gymnasium, das drei der vier Göttinger Kaderathleten besuchen, seit September 2012 offiziell Partnerschule des Leistungssports ist und auf die zeitlichen Anforderungen der Kinder durch den Sport so viel Rücksicht wie möglich nimmt.