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Regional Julius Wolf ist für das Allstar-Game der NBBL in Trier nominiert
Sportbuzzer Sportmix Regional Julius Wolf ist für das Allstar-Game der NBBL in Trier nominiert
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19:19 05.01.2011
Quelle: Heller
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Nun wurde der ehrgeizige Power Forward erstmals für das Allstar-Game in Trier nominiert. Am 22. Januar nimmt er für die Auswahl des Südens am Spiel der Top-Talente aus der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) teil. Die Süd-Auswahl-Trainer Filip Piljanovic und Rainer Bauer haben sich für den Jugendnationalspieler entschieden. Für das Team aus Norddeutschland hat kein Göttinger den Sprung in die Allstar-Auswahl geschafft.

Gehofft habe er auf eine Nominierung, „erwartet habe ich es nicht“. Umso mehr freut sich Wolf, mit den besten Jugend-Basketballern Deutschlands zusammenzuspielen. Es sei eine besondere Auszeichnung seiner Leistungen, am Allstar-Game teilnehmen zu dürfen. Vorrangig möchte er dort „Spaß haben und sehen, wie gut der Norden ist“. Natürlich will er auch „eine überzeugende Leistung abliefern“.

Nach Stationen bei der BG 74 und dem ASC 46 trainiert das 2,01 Meter große Energiebündel mittlerweile an der renommierten Urspringschule in Ehingen, die bereits Talente wie Lucca Staiger und Christian Standhardinger hervorbrachte. Dort wird die schulische Ausbildung mit Training und Spielpraxis verknüpft. „Begonnen wird mit normalem Unterricht, anschließend geht es in den Kraftraum oder zum Individualtraining, bevor abends das Basketballtraining ansteht“, beschreibt er den stressigen Tagesverlauf. „Abends bin ich ziemlich geschafft, aber auch glücklich“, sagt Wolf.

Die Entscheidung für die Basketballakademie in Süddeutschland habe er getroffen, weil „in Göttingen Schule und Sport nicht unter einen Hut zu bringen waren“. In Ehingen liegt sein Fokus auf dem Abitur, um sich „alle Möglichkeiten zu erhalten“. Sein großes Ziel ist, später zu einem Bundesliga-Team zu wechseln.

In der laufenden Saison legt Wolf für ALBA Urspring in der Division Süd regelmäßig Double-Doubles auf: 19,1 Punkte und 11,6 Rebounds pro Spiel sind überragende Werte. Die Dreierquote von 43,8 Prozent unterstreicht seine Vielseitigkeit auf dem Spielfeld.
Die Teilnahme an der U-17-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr ist der bisherige Höhepunkt seiner Laufbahn. In Hamburg erreichte das DBB-Team den guten achten Platz. „Es wäre aber mehr drin gewesen“, resümiert Wolf zerknirscht. Nach zwei unerwarteten Siegen sei das Team in ein „Loch gefallen und nicht mehr heraus gekommen“. Dennoch sei es eine „tolle Erfahrung“ gewesen, mit der Nationalmannschaft vor den Augen seiner Familie und mit dem heimischem Publikum im Rücken zu spielen. Vielleicht wird Wolf eines Tages sogar in die Fußstapfen seines Vaters treten und für die Herren-Nationalmannschaft auf Korbjagd gehen.

Von Tobias Christ