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Regional Kanupolo: GPC-Spielerinnen gewinnen World Games, Deutsche und Europameisterschaft
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21:49 29.08.2013
Von Michael Geisendorf
Glückliche Siegerinnen: die deutsche Kanupolo-Nationalmannschaft. Quelle: Köberle
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Göttingen

Anschließend wurden sie mit dem GPC Deutscher Meister und zu guter Letzt – wieder mit dem Nationalteam – in Polen Europameister. „Ich hatte schon mal alle diese Titel geholt, aber nicht in einem Jahr“, unterstreicht die 24-jährige Göttingerin, die nach erfolgreicher Redakteurs-Ausbildung beim Göttinger Tageblatt in Hamburg im dritten Semester Sport und Geschichte studiert.

Der Sieg bei den kontinentalen Titelkämpfen am vergangenen Wochenende in Posen sei allerdings eine Zitterpartie gewesen, berichtet sie. „Nach der Goldmedaille bei den World Games war das Erreichen des EM-Finales für uns schon Pflicht. Doch in Endspielen tun wir uns oft schwer“, sagt Lenz. Im Endspiel sah es lange danach aus, als würde Dauerkonkurrent Großbritannien den Deutschen in die Suppe spucken. Doch die Auswahl des Deutschen Kanupolo-Verbandes zeigte sich nervenstark, startete in der Schlussphase durch und drehte einen 1:2-Rückstand noch zum 3:2-Sieg.

Zeitpunkt sehr ungeschickt gewählt

In die Freude über den EM-Erfolg mischte sich bei Lenz allerdings Enttäuschung und Unverständnis über eine Personal-Entscheidung von Bundestrainer Merdat Nuri: „Unmittelbar vor dem Finale der Deutschen Meisterschaft hat er uns mitgeteilt, dass vom GPC nur Jennifer Niß und ich zur EM mitfahren dürfen und Katharina Kruse zu Hause bleiben muss. Ich fand vor allem den Zeitpunkt sehr ungeschickt gewählt, einfach schlechtes Timing.“

Mit dem GPC-Team würden Lenz, Kruse und Niß die Super-Saison gern mit dem Gewinn der Champions League, der Europameisterschaft für Vereinsmannschaften, krönen. „Das Turnier ist vom 13. bis 15. September in Bologna. Noch aber ist die Kostenfrage ungeklärt“, bedauert die 24-Jährige. Da die Reise nach und der Aufenthalt in Italien die finanziellen Möglichkeiten des GPC übersteigt, müssten die Aktiven einen Großteil der anfallenden Kosten aus eigener Tasche bezahlen. „Optimal wäre natürlich, wenn sich ein Sponsor fände, der uns unterstützt, aber das ist wohl illusorisch.“

Weltmeisterschaft in Thury-Harcourt

Gut stehen für die GPC-Spielerinnen hingegen die Chancen, im kommenden Jahr mit dem Nationalteam an der Weltmeisterschaft in der französischen Normandie-Stadt Thury-Harcourt teilzunehmen. „Das ist mein nächster großer Traum – und ein Trip nach London zum Turnier im Hyde Park“, verrät Lenz. Mit ihrem Studium sei das alles gut vereinbar: „Die großen Turniere laufen ja fast immer in den Semesterferien“, erläutert die Göttingerin, die in Hamburg beim Alster-Kanu-Club trainiert, aber weiter für den GPC spielen möchte.

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Wenn sie nicht hin und wieder trainieren müssten, kämen Tonie Lenz und Katharina Kruse gar nicht mehr aus dem Feiern raus: Nach der Goldmedaille mit der deutschen Kanupolo-Nationalmannschaft der Frauen bei den World Games in Kolumbien, sicherten sich die beiden mit dem Göttinger Paddler-Club (GPC) bei den Deutschen Meisterschaften in Essen die Goldmedaille.

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