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Regional Kinder spielerisch an Leichtathletik heranführen
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18:19 10.08.2011
Von Michael Geisendorf
Lieblingsgerät: Neben Weitsprung ist der Speerwurf Frauke Linnes bevorzugte Disziplin.
Lieblingsgerät: Neben Weitsprung ist der Speerwurf Frauke Linnes bevorzugte Disziplin. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Auf die Hochleistungs-Schiene wollte Frauke Linne nie. „Ich tue das für mich, weil es mir riesigen Spaß macht“, sagt die 19-jährige Weenderin, die seit 2001 bei der LG Göttingen im Training und in Wettkämpfen ihre Leichtathletik-Leidenschaft auslebt. Außerdem genieße sie es, mit den vielen netten Leuten bei der LGG zusammen zu sein. „Am besten finde ich Speerwurf und Weitsprung“, verrät Linne, „aber alle anderen Disziplinen mag ich eigentlich auch sehr gerne“, fügt sie lachend hinzu.

Da wundert es nicht, dass sie die Freude an der Leichtathletik, für die sie früh ihre Ambitionen als Turnerin aufgegeben hat, an andere weitergeben möchte. Schon als 14-Jährige entschloss sich Linne, neben den eigenen Aktivitäten bei der Ausbildung des Nachwuchses mitzuarbeiten. Gemeinsam mit anderen betreute sie die Minigruppe, bestand 2008 die Prüfung für die Trainer-C-Lizenz und kümmert sich seitdem in größerer Eigenverantwortung um 30 bis 35 Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahre, denen sie einmal pro Woche die Grundlage der Sportart vermittelt. „In diesem Alter werden die Kinder spielerisch an die Leichtathletik herangeführt, technische Elemente werden behutsam in das Trainingsprogramm eingebaut“, erläutert sie.

Zwar startet die 19-Jährige, die im Frühjahr am Felix-Klein-Gymnasium das Abitur bestanden hat, nur noch selten bei Wettkämpfen, stellt sich aber regelmäßig als Kampfrichterin, für die Athleten-Betreuung bei Wettkämpfen oder bei Freizeiten – wie 2008 auf der Stolle – zur Verfügung. „Das alles macht mir richtig Spaß, als Stress empfinde ich es nicht“, versichert sie. Für noch nicht absehbare Zeit muss die LGG allerdings auf ihre engagierte Mitarbeiterin verzichten. Da Linne, die in der Schule Sport und Mathe am liebsten mochte, noch nicht genau weiß, was sie studieren will („Wahrscheinlich irgendwas in Richtung Umwelt“), absolviert sie im Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven ein freiwilliges ökologisches Jahr. Ganz auf Leichtathletik verzichten möchte sie allerdings nicht. „Ich werde mir wohl in Wilhelmshaven einen Leichtathletik-Verein suchen, wenn möglich als Trainerin arbeiten und Lehrgänge besuchen, um meine Lizenz aufzufrischen und mich weiter zu qualifizieren“, sagt sie.

In der letzten Folge stellen wir Ferit Kilic von Sparta Göttingen vor.