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Regional Kopfloses Anrennen kostet Geismar den Sieg
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17:57 19.01.2011
Von Michael Geisendorf
Einziger Lichtblick im Geismarer Angriff: Mareike Gloth traf gegen Seesen sechsmal.
Einziger Lichtblick im Geismarer Angriff: Mareike Gloth traf gegen Seesen sechsmal. Quelle: Pförtner
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HSG Rhumetal – HSG Plesse-Hardenberg 18:22 (8:9). Bis zur Pause hielt das Nachbarschaftsderby nicht das, was sich Aktive und Zuschauer vom Spitzenspiel des Tabellenvierten gegen den Zweiten versprochen hatten. Die erste Hälfte war geprägt von Abspielfehlern und Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten. Die Gäste liefen bis kurz vor dem Wechsel einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Dann aber wendete sich das Blatt. Die Abwehr bekam den Rhumetaler Angriff immer besser in den Griff, und in der Offensive verwertete das Burgenteam seine Chancen konsequenter und lag stets knapp in Front.

Zwar schaffte Rhumetal zehn Minuten vor Schluss den 18:18-Ausgleich, leistete sich dann aber Nachlässigkeiten im Aufbau, die Plesse-Hardenberg nutzte, um sich bis zum Ende auf vier Tore abzusetzen. In der Schlussphase stachen besonders Anja Werner durch ihre Schnelligkeit und Lisa Sander durch ihre Treffsicherheit heraus. „Dieser Sieg sieht allerdings klarer aus, als er in Wirklichkeit war“, gestand Burgenteam-Sprecher Marc Helmstedt zu. – Tore Plesse-Hardenberg: Lapschies (4/2), Governatori (2), Herale (1), Henne (5), Dötsch, Nustede (3), Werner (5/1), Strahlke, Sander (2).

MTV Geismar – MTV Seesen 15:18 (8:9). „Wir stecken offenkundig in einer Krise. Alles, was in der Woche gut trainiert wird, ist am Wochenende wie weggeblasen. Es ist fast so, als leide der gesamte Kader unter Prüfungsangst“, kommentierte Geismars Trainerin Amrey Habermann die Heimschlappe.Dabei starteten die Gastgeberinnen vielversprechend, gingen mit 7:4 in Führung. Doch statt konsequent weiterzuspielen und den Vorsprung auszubauen, wurde im Angriff viel zu hektisch und ungeduldig agiert, und Nachlässigkeiten in der Abwehr nutzte Seesen, um bis zur Pause in Führung zu gehen.

Die Halbzeitansprache des Trainergespanns Flechtner/Habermann fruchtete nicht. Ständig lief Geismar einem Rückstand hinterher, der kurz vor Ende fünf Tore betrug (13:18). Größtes Ärgernis war wieder die Angriffsschwäche. „Jede Spielerin agiert kopflos, wird hektisch vor dem gegnerischen Tor, sucht nicht den guten Pass zur Mitspielerin, sondern verheddert sich im Eins-gegen-Eins“ kritisierte Habermann. „Eklatant war zudem die erschreckende Zahl an Fang- und Passfehlern, wodurch ein geordnetes und druckvolles Angriffspiel zumeist bereits im Keim erstickt wurde.“ – Tore Geismar: Brack (2), Fleßner (2), Frank (1), Plotzki (2), Neubacher (1), Gloth (6), Kupzog (1).