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Regional Kratzerts Treffer bringt den JFV auf die Siegerstraße
Sportbuzzer Sportmix Regional Kratzerts Treffer bringt den JFV auf die Siegerstraße
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19:23 14.11.2011
Eröffnete den Torreigen für den JFV: Julian Kratzert (r.) gegen Spartas Burak Tök. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

. „Oje, war das eine schwere Geburt“, urteilte nach dem Schlusspfiff ein sichtlich erleichterter JFV-Fan – und das nicht ohne Grund: Bis zur 68.Minute hatten sich die JFV-Anhänger gedulden müssen, ehe sie den ersten Treffer bejubeln durften. Als der Angriff schon verpufft schien, fiel Julian Kratzert der Ball vor die Füße. Ohne zu zögern, drosch der Stürmer das Leder von der Strafraumgrenze in die Maschen und legte so den Grundstein zum Sieg.

Zuvor war für lange Zeit kein Klassenunterschied zu erkennen gewesen. Zwar dominierte der JFV die ersten 25 Minuten, hatte Großchancen durch Hanno Westphal (7.), einen Kopfball von Jannik Psotta (20.), und nach Gewühl im Strafraum (24.). Doch in der Folge kam auch Sparta zum Zuge. Zunächst scheiterte Vivakaran Paramarajah bei einem Fernschuss (28.), danach drang Tarek Atriss in den Strafraum ein und traf die Latte. Einen Lattenschuss gab es bei einem Freistoß von Moritz Heimberg auch auf der Gegenseite (43.).

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Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte wurde Sparta eine Chance verwehrt, als in aussichtsreicher 3:2-Überzahlsituation auf Abseits entschieden wurde, wobei keine Zeitlupe nötig war, um zu erkennen, dass das eine Fehlentscheidung war. „Der Schiri ist Chef“, kommentierte nach dem Schlusspfiff Sparta-Trainer Esmir Muratovic, während sein Gegenüber Arunas Zekas sicher war: „Selbst wenn wir ein Tor kassiert hätten: Wir hätten noch zulegen können.“ Ob dies zutrifft ist, bleibt Spekulation, weil Kratzert sein Team eine Viertelstunde später erlöste. Zwölf Minuten danach sorgte Psotta, der den kurz zuvor eingewechselten Sparta-Keeper Tobias Sorge umkurvte, für die Vorentscheidung. Den 3:0-Endstand stellte in der Nachspielzeit der anfangs glücklose Westphal her, indem er Unstimmigkeiten in Spartas Defensive nutzte.

„In der Endphase haben wir keine Chance mehr gehabt“, erkannte Muratovic an. Zekas zollte dem Tabellensechsten dennoch Respekt: „Wir waren zwar die bessere Mannschaft, aber Sparta hat gut dagegen gehalten.“ Die Tatsache, dass die Greitweg-Elf 40 Minuten lang ebenbürtig war, war für Hansi Ehrlich, zweiter JFV-Coach neben Zekas, kein Grund zur Sorge: „Es ist eben manchmal schwierig, sich immer wieder zu motivieren. Für Sparta hingegen war das ein 120-Prozent-Spiel“, sagte er. Ziel des JFV, der bereits vorzeitig als Herbstmeister feststeht, sei der Aufstieg. „Das wäre wichtig für den Göttinger Fußball“, so Ehrlich.

JFV: Wolany – Käding, Rudolph, Meyer, Zeibig, Kratzert, Psotta (Hackethal), Hesse, Hansen (70. Ebert), Westphal (24. Heimberg); 63. Westphal, Weide. – Sparta: Schmied (80. Sorge) – Otzelberger, Daube, Atriss, Jamal, Paramarajah (74. Markov), Bause (24. Elezaj), Richter, Moser, Grischke, Tök (41. Göktepe). – Tore: 1:0 Kratzert (68.), 2:0 Psotta (80.) 3:0 Westphal (90.+1).