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Regional Kreissportbund Göttingen: 282 Kinder auf dem Zeltlagerplatz Stolle
Sportbuzzer Sportmix Regional Kreissportbund Göttingen: 282 Kinder auf dem Zeltlagerplatz Stolle
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20:16 16.07.2013
Ab in die Ferien: selbstgebastelte Rakete auf der Stolle.
Ab in die Ferien: selbstgebastelte Rakete auf der Stolle. Quelle: hela
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Dahlenrode

Das Motto war „(T)Raumstation“. Die jeweils 141 Mädchen und Jungen kamen überwiegend aus dem Eichsfeld, allein 15 aus Nesselröden. „Hier kann man ganz toll spielen,“ schwärmte der siebenjährige Oskar und ergänzte: „Von den Ältesten bin ich der Jüngste.“

Getreu dem Motto waren die Kinder in Holzhäusern und Zelten untergebracht, die die Namen Milchstraße, Helden der Sterne und „Wäld-All“ trugen. Neun bis elf Kinder (Mädchen und Jungen getrennt) schliefen dort. Die Lagerstätten hießen Yoda, Mr. Spock oder Captain Future, entsprechende Fotos und Zeichnungen kennzeichneten die Unterkünfte.

Rund um die Uhr waren neben der fünfköpfigen Lagerleitung noch jeweils 18 Frauen und 18 Männer aus Bonn, Hamburg, Seulingen, Seeburg, Gleichen, Hildesheim und dem Eichsfeld im Einsatz, die für die Aufsicht sorgten, aber auch logistische Aufgaben übernahmen.

Workshops und 18 Sportarten

So mussten wöchentlich 320 Rollen Toilettenpapier aufgefüllt werden. Für ihr Engagement erhielten die Helfer ein tägliches Taschengeld von acht Euro. „Die sind wirklich gut drauf,“ sagte Sylvia Depre, die zusammen mit Melanie Weißenstein das Leitungsteam bildete.

Für Langeweile gab es auf der idyllisch im Wald gelegenen Anlage kaum eine Chance. Morgens warteten auf die Kinder verschiedene Kreativ-Workshops – Musicals, Backen oder Basteln wurden den Stolle-Gästen beigebracht. Außerdem konnte zwischen 18 verschiedenen Sportarten gewählt werden.

Zur Auswahl gehörten unter anderem Hip-Hop und Zumba. Auf der Lagerstraße war Waveboard angesagt. „Viele lernen hier das Fahrverhalten mit dem Sportgerät“, erläuterte Depre.

Die Favoriten waren jedoch  Fußball und Handball, aber auch das eigene Schwimmbad und das Freibad in Dahlenrode, die besonders bei großer Hitze aufgesucht wurden. „Einfach cool“, schwärmte Jakob (10) aus Gieboldehausen. Auch Ole (9) aus Dransfeld hatte großen Spaß: „Toll, hier kann man sich viel bewegen.“

Elektrofreie Zone

Ein Renner war auch die Filmvorführung der deutschen Kinokomödie „(T)Raumschiff Surprise“ mit den Protagonisten Kork, Mr. Spuck und Chefingenieur Schrotty.

Während der Freizeit war die Stolle elektrofreie Zone: Handys oder Playstations waren nicht erlaubt. „Sport, Spiel und Spaß sind angesagt“, erklärte Depre. Auch lernten die Kinder, mit Geld umzugehen. 18 Euro Taschengeld durfte jeder mitbringen. Der Betrag musste allerdings am ersten Tag abgegeben werden, alle zwei Tage gab es eine Auszahlung von drei Euro.

Birgit Döring sorgte mit einem achtköpfigen Küchenteam für täglich vier Mahlzeiten. Während des Zeltlagers verspeisten die Teilnehmer unter anderem 2400 Brötchen, 360 Berliner, 72 Kilogramm Bananen, 60 Liter Wackelpudding, 24 Liter Ketchup und 1100 Bratwürste.

Mittlerweile läuft auf der Stolle eine Freizeit unter dem Motto „Stolle, Mond und Sterne“. Mit den aktuellen Teilnehmern summiert sich die Zahl der Kinder, die seit 1955 auf der Stolle waren, auf 40 000. „Einmal Stolle, immer Stolle,“ sagt Peter Rosenthal, Vorsitzender des Fördervereins.

hela