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Regional Kreissportbund Göttingen-Osterode muss Mitgliederbeiträge anpassen
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11:22 30.10.2019
Die Vereine des Kreissportbundes müssen in Zukunft eine Mindestabgabe pro Mitglied bezahlen, damit sie weiterhin Anspruch auf die Förderung durch den Landessportbund haben. Quelle: dpa
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Göttingen

Der Kreissportbund Göttingen-Osterode kommt nicht drumherum, seine Mitgliedsbeiträge im Jahr 2020 zu erhöhen. Deshalb lädt die Sportorganisation alle Vereine zu einem außerordentlichen Kreissporttag am Sonnabend, 2. November, um 10 Uhr in die Festhalle nach Förste (Förster Straße 155) ein. Außerdem stehen Veränderungen bei den Übungsleiterzuschüssen und bei der Sportstättenförderung auf der Tagesordnung.

Kurzfristig musste der Veranstaltungsort noch geändert werden. Ursprünglich waren die Vereine für die geplante zweistündige Zusammenkunft nach Dorste eingeladen worden. Weil dort aber kurzfristig keine Bewirtung möglich war, sind die Organisatoren ins vier Kilometer entfernte Förste ausgewichen.

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Umsetzung eines LSB-Beschlusses

Es geht bei dieser Zusammenkunft wieder einmal ums Geld: Die Vereine sollen in Zukunft tiefer in die Tasche greifen. Der Kreissportbund Göttingen-Osterode muss nach Beschlusslage des Landessporttages in Osnabrück seine Beiträge anpassen und das durch die Mitgliedsvereine beschließen zu lassen. „Um förderungswürdig zu bleiben, hat der Landessportbund beschlossen, dass die Kreis- und Stadtsportbünde in Zukunft einen Mindestbeitrag erheben müssen“, berichtet KSB-Vorstandssprecher Klaus Dreßler. „Wenn wir von unseren Vereinen weniger verlangen, sei das ein Zeichen dafür, dass wir auch mit weniger Geld auskommen können“, nennt das Vorstandsmitglied die Begründung für diesen Vorstoß. Damit der KSB Göttingen-Osterode in Zukunft bei der landesweiten Förderung nicht leer ausgeht, müssen die Beitragssätze angepasst werden.

Diese Beitragssätze haben, so Dreßler, in der Vergangenheit in allen Altersgruppen unter dem vom Landessportbund (LSB) nun geforderten Satz gelegen. „Am nächsten sind wir diesem noch bei den Erwachsenen gekommen, da beträgt die Differenz nur 20 Cent pro Mitglied.“ Größere Spannen gebe es bei den Kindern und Jugendlichen. „Es tut mir leid für die Vereine, dass wir schon wieder mit diesem Thema kommen. Im Zuge der Fusion der beiden Kreissportbünde mussten wir in der Vergangenheit ja immer wieder einmal über Beiträge sprechen“, sagt Dreßler.

Überschüsse fließen an Vereine zurück

Der in Zukunft durch die Beitragserhöhung erwirtschaftete Überschuss fließe aber an die Vereine zurück. „Wenn die Mitgliederzahlen in den kommenden Jahren stabil bleiben, können wir etwa 20000 Euro mehr pro Jahr ausgeben“, so Dreßler. Ein großer Teil davon soll 2020 in ein neues Projekt zur Nachwuchsförderung fließen, das bereits angestoßen ist und im Laufe des kommenden Jahres realisiert werden soll: In allen Kindergärten des Landkreises soll das Minisportabzeichen abgenommen werden. „Das ist für uns dann natürlich auch mit einem erhöhten Personaleinsatz verbunden“, sagt der Vorstandssprecher. Weil die Empfehlung des LSB-Hauptausschusses lautet, nicht rückwirkend für 2020 die Beiträge zu erhöhen, haben die KSB-Verantwortlichen beschlossen, das Thema noch in diesem Jahr auf den Tisch zu bringen.

Auch in Sachen Übungsleiter-Abrechnungen ändert sich formell einiges. „Dafür ist es auch notwendig, die erforderlichen Schritte jetzt schon für das Jahr 2020 in die Wege zu leiten und die Vereine nicht erst im Mai 2020, wenn der nächste turnusmäßige Kreissporttag stattfindet, darüber zu informieren“, so Dreßler. Für die Sportstättenförderung – vor allem die vom Innenministerium initiierte – gibt es Regeln und Fristen, die zu beachten sind. Sonst könne viel Geld verschenkt werden. Darauf wird während des außerordentlichen Kreissporttages auch noch einmal hingewiesen.

Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein

Auf der Tagesordnung steht außerdem ein Referat von Kreisrat Marcel Riethig (SPD) zum Thema „Schule in Bewegung“. Der KSB hat die Absicht, gemeinsam mit dem Landkreis die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und Vereinen weiter auszubauen.

Von Kathrin Lienig

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