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Regional Kroate Hrvoje Batinovic begeistert bei seinem Debüt
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16:17 19.01.2016
Von Christian Roeben
Überzeugt bei seinem Einstand: der neue kroatische Spielmacher Hrvoje Batinovic. Quelle: Schneemann
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Duderstadt

„Ich war am Anfang ein bisschen nervös, aber dann hat es viel Spaß gemacht“, berichtete der 27-jährige Ex-Nationalspieler, der mit Zagreb einst Champions-League-Luft schnupperte.  Nach knapp dreimonatiger Pause habe er zunächst „ein paar Probleme gehabt, um mich einzufinden“. Doch diese minimalen Anlaufschwierigkeiten waren nur von kurzer Dauer. Anschließend übernahm der Neue wie selbstverständlich das Kommando.

„Er hat die Jungs von Beginn an mitgezogen“, lobt Duderstadts Co-Trainer Björn Breckerbohm. Dass der flexibel einsetzbare Rückraumspieler für sich „noch Luft nach oben“ sieht, dürfen die kommenden Kontrahenten der Eichsfelder durchaus als Warnung verstehen. „Ich muss mich noch etwas an das Team gewöhnen“, sagt Batinovic, der die vergangenen Wochen zum Sprachunterricht genutzt hat und schon ein passables Deutsch spricht.

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Der unbedingte Wille, sich für sein Team zu zerreißen und dem Gegner auf dem Platz – auf sportlichem fairem Weg – weh zu tun, spiegelt sich schon in seinem Spitznamen wider: „Tyson“ erinnert an den ehemaligen amerikanischen Skandal-Boxer Mike Tyson, und einen ähnlichen Punch scheint auch Batinovic zu besitzen. „Er kann das Element werden, was uns bisher noch gefehlt hat und zur Leitfigur werden“, hofft Michael Kienberger, sportlicher Leiter des TV Jahn.

Dass Batinovic, der in Kroatien seinen Bachelor in Sportwissenschaften gemacht hat, überhaupt im Eichsfeld landete, war auch dem fernen Verwandtsschaftsverhältnis zu Coach Ilija Puljevic geschuldet. Und die Anhänger des Eichsfelder Verbandsligisten sollen sich noch möglichst lange an den Künsten des Kroaten erfreuen dürfen. In Kürze soll Batinovic, der die Olympia-Teilnahme 2012 aufgrund einer Verletzung kurzfristig verpasste, in einem vom TV Jahn vermittelten Job beginnen, seine Freundin will im April aus seinem Heimatland zu ihm nach Duderstadt ziehen. „Er soll längerfristig hier spielen“, erklärt Kienberger.

Dass der zehnfache Torschütze aus dem Himmelsthür-Spiel, der in diesem einen Siebenmeter verwandelte, trotz seiner individuellen Qualität nicht den eigenen, sondern in erster Linie den Erfolg der Mannschaft im Blick hat, bewiesen am Sonnabend kleine Szenen wie jene, in der er – statt selber abzuschließen – lieber Mitspieler Benjamin Artmann bediente. Nur als Team, sagt Batinovic, könne man am Ende siegen. Eine Einstellung, die den Verantwortlichen des TV Jahn bei ihrem neuen Spielmacher bestens gefällt. „Er hat nicht eigensinnig, sondern sehr mannschaftsdienlich gespielt“, rühmt Kienberger. Auch deshalb jubelten ihm die Jahner Fans nach seinem bärenstarken Debüt zu.