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Regional Kunstturner treten bei Sport Meets Music auf
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15:16 28.03.2018
Die Kunstturner Lukas Martinez Schramm und Daniel Kohlstruck (v.l.) präsentieren ihr Können. Mittendrin: Christoph-Mathias Mueller, Dirigent des GSO.
Die Kunstturner Lukas Martinez Schramm und Daniel Kohlstruck (v.l.) präsentieren ihr Können. Mittendrin: Christoph-Mathias Mueller, Dirigent des GSO. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Bei Sport Meets Music, der Benefizgala des Stadtsportbundes Göttingen (SSB), treten am 29. April neun verschiedene Sportgruppen zu Live-Musik des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO) auf. Die Kunstturner des Tuspo Weende werden ihr Können am Boden und am Barren präsentieren.

Bei Wettkämpfen normalerweise keine Musik

Dass sie dies zu klassischer Musik machen, ist neu für die Turnerinnen und Turner: „Bei Wettkämpfen turnen wir normalerweise nicht zu Musik“, sagt Daniel Kohlstruck, Abteilungsleiter der Kunstturnsparte des Tuspo Weende. Einzige Ausnahme: Das Bodenturnen bei den Mädchen erfolge zu Musik, hier gehe es viel um Eleganz. Die Mädchen turnten zu klassischer Musik, wie es auch bei Sport Meets Music der Fall sein wird. „Das ist auf jeden Fall leichter als zu Popmusik“, sagt Kohlstruck.

Gleich zwei Stücke hat GSO-Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller für die Turner ausgewählt: Arabischer Tanz und Russischer Tanz aus der Nussknacker-Suite. „Es sind melodische Stücke“, sagt Mueller über seine Auswahl. In der Kombination mit der Turnaufführung erhofft er sich etwas Neues. Lukas Martinez, Turn-Trainer beim ASC, sagt dazu: „Die Musik ist anders, als erwartet, aber passt zum Turnen“ – auch wenn er den Arabischen Tanz „ein bisschen langsam“ finde. Was der Turner, der ebenfalls bei Sport Meets Music mit auf der Bühne stehen wird, als „langsam“ empfindet, bezeichnet Mueller als „leichte Melancholie“. „Es ist ein emotionales Stück“, sagt er, „das bringt Poesie ins Turnen“. Er korrigiert sich schnell: „Es unterstützt natürlich die Poesie des Sports“, unterstreicht er grinsend.

Mischung aus Bodenturnen, Turnen am Barren und am Niedrigbalken

Nicht nur poetisch, sondern vor allem beweglich und stark müssen die Jungen und Mädchen sein, die bei Sport Meets Music auf der Bühne turnen: Eine Mischung aus Bodenturnen, Turnen am Barren und am Niedrigbalken sei geplant. Handstand, Flickflack, Räder und Drehungen würden in die Choreografie eingebaut, erzählt Martinez. Die Gruppe werde aus den Turngruppen der Jungen und Mädchen zusammengesetzt, etwa zehn Turnerinnen und Turner sollen bei der Aufführung auf der Bühne stehen. „Alle sind seit etwa einem Jahr dabei“, erzählt der Trainer.

Weil die Jungen und Mädchen im normalen Training auch für Wettkämpfe üben müssen, werden sie eine Extra-Trainingszeit für die Proben für Sport Meets Music ansetzen, erklärt Kohlstruck. „Wir versuchen jetzt, zweimal die Woche dafür zu üben“, sagt der Trainer. Dann können die jungen Turner auch gleich an ihrer Poesie feilen.

Karten für Sport Meets Music gibt es unter gt-tickets.de.

Von Hannah Scheiwe

27.03.2018
27.03.2018