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Regional Los schickt Pokalverteidiger in „Todesgruppe“
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18:49 06.01.2011
„Todesgruppe“: Christian Spohr (links, gegen die Landolfshäuser Sosinski und Köhne) hat es mit dem SV Seeburg diesmal schwer.
„Todesgruppe“: Christian Spohr (links, gegen die Landolfshäuser Sosinski und Köhne) hat es mit dem SV Seeburg diesmal schwer. Quelle: MW
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„Das ist eine echte Todesgruppe“, kommentierte Stelter das Lospech, das sein Team mit dem Bezirksligisten Germania Breitenberg, dem Landesklassisten Grün-Weiß Siemerode und dem hoch eingeschätzten Kreisklassisten DJK Desingerode zusammengeführt hat.

„Das ist ja wie ein Sechser im Lotto, wenn so gelost wird, dass da vier so starke Mannschaften in eine Gruppe kommen“, wundert sich der Seeburger Teamchef über das Losverfahren. Offensichtlich, bedauert er, seien seitens des Veranstalters keine Gruppenköpfe gebildet und keine Favoriten entsprechend vorab gesetzt worden.

„Das stimmt“, erklärt Wolfgang Schreiber, Turnierleiter und stellvertretender Vorsitzender des VfL Olympia. Grundlage der Auslosung seien nach wie vor die Terminwünsche der teilnehmenden Vereine, die bei der Anmeldung den Freitag oder Sonnabend als ihren bevorzugten Vorrundentermin angeben oder aber auch „egal“ ankreuzen könnten. Wenn dann sieben Mannschaften (und darunter mehrere Favoriten) am Sonnabend spielen wollten und dazu noch ein Klub mit der Antwort „egal“ in den Samstag-Lostopf komme, so Schreiber, könne sich eine solche Konstellation ergeben. „Es beschwert sich immer jemand“, nimmt der VfLer die Kritik Stelters gelassen hin. „Mit uns will auch meistens keiner in einer Gruppe spielen“, verweist Schreiber auf seine eigene Crew, die bereits am heutigen Freitag , 7. Januar, (18 Uhr) zum ersten Vorrundenspieltag in der Halle „Auf der Klappe“ aufläuft.

Trotz allen Unverständnisses nimmt Stelter das Ergebnis der Gruppenauslosung aber gelassen hin: „Wir wollten in diesem Winter ein Turnier gewinnen, das ist uns in Bilshausen gelungen – damit haben wir unser Ziel erreicht. Und jetzt haben wir eben eine interessante Gruppe erwischt. Der Seeburger Coach ist überzeugt, dass der Sieger der Gruppe C auch die Zwischenrunde (Sonntag, 15 Uhr) meistern und schließlich auch das Endspiel (gegen 19 Uhr) und somit das Turnier gewinnen wird.

Auch die Seeburger Gegner geben sich entspannt – am allermeisten Timo Diederich, der Spielertrainer der DJK Desingerode: „Wir sind Außenseiter und können befreit aufspielen, wollen uns aber anständig präsentieren.“ Hallenfußball sei nur eine „gesunde Abwechslung“ und dürfe nicht zu ernst genommen werden. „Die Jungs sollen Spaß haben“, betont Diederich, der selbst nicht spielen wird und anfällige Akteure schonen will.

Fabian Otto sieht die Sache ebenfalls positiv: „Es ist schön, gegen solche Gegner spielen zu dürfen.“ Dabei hofft Breitenbergs Spielertrainer, dass seine Truppe in besserer Form agieren wird als beim Fleckencup in Bovenden, wo sie in der Zwischenrunde nur einen Zähler holte. In Duderstadt muss Otto auf Christopher Meyna verzichten, der sich bei der (vom FC Mingerode kurz vor Weihnachten veranstalteten) Stadtmeisterschaft eine Fußverletzung zugezogen hatte.

„Schön ist das nicht“, meint schließlich Siemerodes Spielertrainer André Thüne. Die Gruppen hätten nach seiner Ansicht „besser gemischt“ werden sollen, „aber wir nehmen es, wie es kommt.“ Seine Bestbesetzung kann Thüne übrigens nicht nach Duderstadt schicken, weil er diese am Vorabend noch beim VW-Cup in Heiligenstadt auftrumpfen lassen will.

Von Michael Bohl