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Regional Marcel Romey steigt in der kommenden Saison zum Bundesliga-Trainer auf
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21:59 18.07.2013
Von Michael Geisendorf
Lässt das orangene Leder tanzen: Basketball-Coach Marcel Romey.
Lässt das orangene Leder tanzen: Basketball-Coach Marcel Romey. Quelle: Pförtner
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Göttingen

 „Ich war total überrascht, als mich jemand vom Stadtsportbund angerufen und mir mitgeteilt hat, dass ich als Soziales Talent ausgezeichnet werde“, erzählt Marcel Romey. „Bis dahin wusste ich noch nicht mal, dass es so etwas gibt“, fügt der 22 Jahre alte Basketballspieler und -trainer der BG 74 lachend hinzu.

Inzwischen hat Romey erfahren, dass unter anderem Zweitliga-Damencoach Jennifer Kerns ihn vorgeschlagen hat, und er ist stolz, dass die Wahl des SSB auf ihn gefallen ist. „Ich finde es echt schön. Es ist bestimmt für den Lebenslauf gut und spornt mich an weiterzumachen“, sagt der gebürtige Rosdorfer, der mit Mutter und Bruder in Göttingen lebt, an der Georgia Augusta im vierten Semester Molekularbiologie studiert und im nächsten Jahr sein Bachelor-Examen machen will.

Nachfolger von Finn Höncher

Wie sehr BG-74-Jugendkoordinatorin Kerns Romeys ehrenamtliche Arbeit schätzt, zeigt ihre Entscheidung, ihn in der Saison 2013/14 als Cheftrainer des Teams Göttingen in der Weiblichen Nachwuchsbasketball-Bundesliga (NBBL) einzusetzen. Er wird damit Nachfolger von Finn Höncher, der künftig die Damen der BG 74 II in der Regionalliga coacht.

Romeys Erfahrung als Jugendtrainer reichen bis zu seinem 16. Lebensjahr zurück. „Damals habe ich selbst noch viel gespielt und war im Göttinger NBBL-Kader. Doch in den vergangenen Jahren habe ich mich immer mehr auf den Trainerjob konzentriert“, berichtete der 22-Jährige. „Zunächst habe ich Jungenmannschaften gecoacht. Doch seit meiner Rückkehr aus den USA, wo ich das elfte Schuljahr absolviert habe, trainiere ich ausschließlich Mädchenteams.“

Knowhow der Trainer erheblich größer

Das Jahr in Atlanta, wo Romey für das Team seiner High School vor stets voll besetzten Rängen auf dem Parkett stand, sei sehr lehrreich gewesen: „Ich habe schnell gemerkt, dass die öffentliche Aufmerksamkeit für Basketball in etwa der von Fußball bei uns entspricht. Und ich habe gelernt, dass das Knowhow der Trainer im Schnitt erheblich größer ist als in Deutschland.“ Was er ihnen abgeschaut hat, versucht er in Göttingen umzusetzen. Seit vier Jahren trainiert Romey den 1999er-Jahrgang der BG-74-Mädchen, mit denen er bereits Norddeutscher und Niedersachsenmeister geworden ist.

Darüber hinaus unterstützt der 22-Jährige seit längerem das WNBL-Team, ist in die Organisation des BG-Miniturniers eingebunden und organisiert regelmäßig Jugendturniere und Freizeiten. Für Romey ist klar, dass er sich trotz des zunehmenden Prüfungsstresses im Studium weiter in der Nachwuchsarbeit engagiert, denn: „Es macht unglaublich viel Spaß zu sehen, wie sich die Kinder weiter entwickeln.“