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Regional Mini-Fußballer kicken schon wie die „Großen“
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19:54 17.11.2010
Ein Mädchen vom TSV Nesselröden mischt die Jungenriege auf: Gegen den Gegner vom FC Höherberg setzt es sich durch.
Ein Mädchen vom TSV Nesselröden mischt die Jungenriege auf: Gegen den Gegner vom FC Höherberg setzt es sich durch. Quelle: Walliser
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Am Spielfeldrand wurde sich in spielerisch unkonventioneller Art und Weise mit Purzelbaum und Seitwärtsrolle aufgewärmt, während die Fußball-Kollegen der anderen Mannschaften schon auf dem Spielfeld die ersten Tore schossen. Obwohl die Trikots noch ein wenig überdimensional an den kurzen Ballkünstlern wirkten, und die Rückennummern teilweise unter den Hosenbunden verschwanden, standen die Nachwuchs-Kicker den „Großen“ in Sachen Spielfreude, Begeisterung und Motivation in nichts nach.
Es gab Heber, die am Lattenkreuz einschlugen, es gab Schüsse, die gegen den Pfosten prallten, Torwartparaden und Dribblings wie aus dem Lehrbuch. Ein stramm abgefeuerter Ball vermochte es manchmal, einen Gegenspieler beinahe aus dem Gleichgewicht zu bringen. Oft entschieden die mannschaftliche Geschlossenheit oder die mehr oder weniger ausgeklügelten Spielzüge über Sieg und Niederlage.
Judith Niesen drückte schon den ganzen Morgen ihrem Sohn Raphael und seinem Team die Daumen. Während der junge Nesselröder noch an der Seitenlinie auf seine Einwechslung wartete, war die Mutter schon gespannt auf seinen Auftritt. „Da macht es genauso viel Spaß zuzugucken, wie bei seinen Brüdern in der E- und F-Jugend“, freute sich Niesen.

Zu Beginn sah es noch so aus, als ob die Nesselröder das Spiel dominierten. In nur zehn Minuten Spielzeit aber ist vieles möglich, und die TSVer hatten wohl nicht den Goalgetter der gegnerischen Mannschaft aus Rollshausen auf dem Plan: Der sechsjährige Niklas Kopp beförderte innerhalb kürzester Zeit ohne Probleme zweimal das Runde ins Eckige. Sein Trainer Jörg Zwingmann freute sich über den 2:0-Erfolg: „Das läuft wie erwartet gut. Das nächste Duell geht bestimmt auch mit einem Sieg für uns aus.“ Und damit hatte er recht, denn als drittplatziertes Team zog die JSG Hahle in die Zwischenrunde ein.
Vor der JSG qualifizierte sich auf dem ersten Platz der SV Rhumspringe I, der alle Spiele (bis auf zwei unentschiedene Duelle) gewann. Den zweiten Rang sicherten sich die Kicker vom FC Höherberg, die dreimal gewannen und dreimal einen Punkt holten. Der vierte Platz, der eventuell auch für ein Weiterkommen sorgen kann (die drei besten Vierten der fünf Vorrunden-Staffeln qualifizieren sich für die nächste Runde), wurde durch die Tordifferenz entschieden: So landete der TSV Nesselröden vor der JSG Duderstadt/Breitenberg.

Von Anna Kleimann