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Regional Motorradrennsport: Göttinger gewinnt mit Team den Langstrecken-Cup
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18:30 19.09.2014
Von Mark Bambey
Zu schnell für die Konkurrenz: Christoph Pudlo auf seiner 600er Yamaha. Quelle: EF
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Göttingen

Beim letzten Rennen im tschechischen Most fuhren er und Mantai mit ihrem Team „HMC Racing powered by Sparkasse Göttingen“ nicht nur dem bis dahin führenden Duo Shell Advance davon, sondern schnappten sich sozusagen in einem Foto-Finish im letzten Rennen über 500 Kilometer in der höchsten deutschen Klasse für Langstrecken-Rennfahrer den Titel der Klasse drei.

Pfanzelt hatte das Team bei den 1000-Kilometer-Rennen in Oschersleben und Hockenheim verstärkt. Das letzte Rennen war gleichzeitig Pudlos Abschied aus der Klasse bis 600 Kubikzentimeter.

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„Nach vier Jahren auf meiner 600er möchte ich in der kommenden Saison gern in der 1000er-Klasse an den Start gehen. Meine Yamaha R6 hab ich schon fast verkauft und nun soll eine BMW S 1000 RR her. Der Unterschied ist gewaltig. Die BMW zieht einem beim Vollgas geben schon mächtig die Arme lang“, sagt der gebürtige Groner.

Wechsel in die stärkste Klasse

Damit steht für ihn nach seinem ersten Jahr im Langstrecken-Cup der Wechsel in die stärkste Klasse an. Zuvor war der 27-Jährige, den auf der Rennstrecke alle nur „Kampfschlumpf“ nennen im R6-Cup sehr erfolgreich. Wohl gemerkt gilt seine R6 schon alles andere als untermotorisiert – sie hat 129 PS und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von Tempo 270. Die BMW hat mehr als 200 PS und erreicht über 300 km/h.

„Wir haben uns in der Saison ständig verbessert – taktisch und fahrerisch. Die letzten drei Rennen konnten wir alle gewinnen. Wir hatten in dieser Serie keine Stürze, das hatte ich noch nie“, betont Pudlo. Bei den Rennen gingen in vier Kategorien etwa 50 Teams an den Start. In der 600er-Klasse kämpften 15 Duos um den Titel.

Der Student der Universität Kassel will nun versuchen, seinen Teamkollegen Mantei ebenfalls zum Wechsel in die 1000er-Klasse zu überzeugen. „Wir sind Freunde geworden. Wir haben natürlich drüber gesprochen, und es sieht ganz gut aus. Mario überlegt aber noch“, sagt Pudlo und schiebt sein Argument für den Wechsel nach: „Was könnte schöner sein, als sich mit einem deutschen Meistertitel in eine höhere Klasse zu verabschieden.“