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Regional Müde Spartanerinnen quälen sich zum Zittersieg über HSC
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20:46 14.11.2010
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Doch trotzdem hängt der Haussegen schief, ist Trainer Marko Weiss auf seine Elf stocksauer. Deren Leistung gegen den HSC, der im Hinspiel noch 8:2 bezwungen wurde, war nämlich völlig indiskutabel.
Es hätte ein schöner Nachmittag für Weiss und seine Schützlinge werden können. Denn bereits nach weniger als vier Minuten zappelt das Leder im Hannoveraner Netz: Fabienne Schlieper passt auf Kathrin Jakob, und diese netzt per Flachschuss überlegt ein. Doch wer glaubte, dieser Treffer würde ein ähnliches Schützenfest wie im Hinspiel einleiten, sah sich getäuscht. Sparta ist spielerisch und technisch zwar überlegen, findet gegen die kompakte Gäste-Abwehr jedoch nur selten ein Mittel.
Pech hat Fabienne Schlieper, die zunächst mit einem Weitschuss an HSC-Schlussfrau Wehner scheitert und die anschließende Ecke ans Lattenkreuz köpft (26.). Die auffälligste Spielerin der ersten Halbzeit hat eine weitere Chance, doch sie verstolpert freistehend (33.).

War die erste Halbzeit schwach, so wird die zweite richtig mies. Bei Sparta geht nichts mehr, Weiss steht schimpfend an der Linie und sieht dem Treiben hilflos zu. In der 75. Minute der große Schreck: Völlig allein läuft eine Hannoveranerin aufs Sparta-Tor zu, doch glücklicherweise entscheidet Schiri Cocirla auf Abseits. Auch das 2:0 durch Papen gibt keine Sicherheit, denn fast im Gegenzug fällt durch Müller-Kaether das 2:1. Zum Schluss schlagen die Rot-Weißen die Bälle einfach weit weg und retten so die drei Punkte.

„Fakt ist, dass einige Spielerinnen sehr müde waren“, sagt Weiss nach dem Abpfiff und setzt ein vielsagendes „Warum, weiß ich nicht“ hinterher. Anschließend kündigte er an, das Spiel unter der Woche mit dem Team aufarbeiten zu wollen.

Sparta: Hall – Wohltmann, Böhme (69. Wrisberg), Gente, Landinghoff – Niederhofer, Schlieper, Jakob (57. Aktas), Papen – Grosse, Jühne. Tore: 1:0 Schlieper (4.); 2:0 Papen (78.); 2:1 Müller-Kaether (80.).

Von Hauke Rudolph