Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Nach 15 Jahren als Feldspielleiter im Kreisjugendausschuss kündigt Hartmut Kachel seinen Rückzug an
Sportbuzzer Sportmix Regional Nach 15 Jahren als Feldspielleiter im Kreisjugendausschuss kündigt Hartmut Kachel seinen Rückzug an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:29 14.08.2013
„Kritik ist schlimmer geworden“: Hartmut Kachel hört auf. Quelle: CR
Anzeige
Göttingen

„Es gibt immer nur Wünsche und keine Einsicht in Notwendigkeiten. Die Verantwortlichen der Vereine wollen immer nur Extra-Würste“, klagt er.

Nur Vorteil des eigenen Teams im Auge

Die Trainer der Jugendmannschaften, so Kachels Vorwurf, hätten stets nur den Vorteil ihrer Teams im Auge, brächten jedoch kein Verständnis für die Arbeit des Feldspielleiters auf. „Die ungerechtfertigte Kritik ist schlimmer geworden“, konstatiert der Funktionär, der am Ende der Saison aufhören will, vielleicht auch schon früher. Kachel kritisiert in diesem Zusammenhang die Meldedisziplin der Klubs. „Wir machen viel für die Vereine, doch nur wenige melden ihre Teams innerhalb der Frist“, berichtet der ehemalige SCWer, der sich immer noch Spiele der Weender ansieht, seit vier Jahren aber Mitglied der SG Lenglern ist – als Funktionär muss er einen Heimatverein haben. Problematisch seien auch Doppelbelegungen oder die Wahl der Spielklasse. „Die schätzen ihre Teams falsch ein, und der Spielausschuss kriegt dann Ärger.“

Rückgang ist der Trend

Für die Saison 2013/14 haben 327 Teams gemeldet. Der Rückgang für Göttingen ist mit 0,8 Prozent moderat, für Osterode liege er etwas höher. „Es ist der Trend“, so Kachel, der in dieser Hinsicht das Eichsfelder Krisenmanagement lobt. Die Eichsfelder hätten mit der Gründung von Jugendspielgemeinschaften „super reagiert“. Ein System der Zukunft ist für Kachel das sogenannte Norweger Modell mit einer Staffel mit neun- und elfköpfigen Teams.

Enttäuscht ist Kachel von der Fusion der Kreise Göttingen und Osterode. „Ich habe mir von der Zusammenarbeit mehr versprochen, hätte mir mehr Unterstützung gewünscht“, sagt er. Er bedankt sich beim C-Junioren-Staffelleiter Peter Drewelow, der ihn seit Jahren unterstützt habe. Und bei „meiner besseren Hälfte, durch die das alles erst möglich war“. Als Bezirksmädchenreferent ist er bis 2015 gewählt, auch als Bezirks-Staffelleiter für die B- und C-Mädchen macht er weiter.

Mut, neue Wege zu gehen

Seinem Nachfolger wünscht er den Mut, „neue Wege zu gehen“, eine Möglichkeit zu finden, mit der Klientel besser zurechtzukommen. Vor allem jedoch wünscht Kachel ihm eine verständnisvolle Partnerin – der Job sei nämlich immens zeitaufwendig. Für ihn selbst jedoch gilt: „Die Luft ist raus, der Ball ist platt. Du kannst es einfach keinem Recht machen.“

Von Eduard Warda