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Regional Hoffnung auf „Sprung meines Lebens“
Sportbuzzer Sportmix Regional Hoffnung auf „Sprung meines Lebens“
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21:17 28.02.2017
Von Mark Bambey
Neele Eckhardt bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig. Quelle: Modla
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Göttingen

„Ich bin leider nicht topfit. Die Muskelprobleme im Oberschenkel behindern mich noch immer. Die Vorbereitung auf die Europameisterschaft ist also nicht so gewesen, wie ich mir das gewünscht hätte“, sagt Eckhardt. Zuletzt war die 24-jährige Jurastudentin bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig an den Start gegangen. Mitte Februar musste die Göttingerin den Wettkampf nach nur drei Sprüngen abbrechen. Mit 13,61 Metern hatte sich Eckhardt Platz drei gesichert. Erneut hatte sie Probleme mit der ischiocruralen Muskulatur. Bereits vor dem Wettkampf sei diese rückseitige Oberschenkelmuskulatur sehr fest gewesen.

In Düsseldorf hatte sich Eckhardt auf 14,09 Meter katapultiert

Dass die Göttingerin deutlich mehr drauf hat, wenn sie beschwerdefrei ist, unterstrich sie mit ihrem ersten 14-Meter-Satz Anfang Februar. Beim Top-Event PSD-Meeting in Düsseldorf hatte sich Eckhardt auf 14,09 Meter katapultiert. Diese Weite ist auch nach den deutschen Meisterschaften noch nationale Jahresbestweite. Jenny Elbe (Dresdner SC) sicherte sich den Titel in Leipzig mit 14,07 Metern.

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Mit einer Trainingspause und sehr vielen physiotherapeutischen Behandlungen hat Eckhardt ihre Muskelprobleme in den vergangenen zwei Wochen „einigermaßen in den Griff bekommen“. Eine Prognose zum eigenen Abschneiden wagte sie vorsichtig. „Ich möchte einfach einen guten Wettkampf liefern mit einer besseren Weite als bei den Deutschen. Ich muss gucken, was geht. Erneut 14 Meter zu springen, wäre phänomenal. Wenn mir der Sprung meines Lebens gelingt, dann ist alles möglich“, sagt Eckhardt.

Nervös?

Nervös ist sie derzeit noch nicht. Es sei aber sehr wahrscheinlich, dass das Lampenfieber kommt, wenn sie in den Flieger nach Belgrad einsteigt. Der Flug geht bereits am Mittwoch, Donnerstag sind Trainingseinheiten in der Kombank-Arena geplant. „Am Freitag springe ich dann die Qualifikation. 18 Meldungen liegen vor, die besten zwölf starten am Sonnabend im Endkampf. Die Qualifikationsweite beträgt 13,85 Meter“, so Eckhardt.

Einen für sie besonderen Sprung hat die 24-Jährige schon gemacht. „Der Schritt aus dem U23-Bereich auf die höchste Ebene gelingt nicht jedem. Nach internationalen Wettkämpfen im Nachwuchsbereich bin ich jetzt sehr gespannt. Für jeden teilnehmenden Sportler ist Sport Profession“, betont Eckhardt. In Belgrad will sie in Europas Elite springen.