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Regional OPUS – eine Achterbahnfahrt durch Raum und Zeit
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13:15 30.12.2019
Die OPUS-Tournee des Feuerwerks der Turnkunst hat die Zuschauer in Oldenburg in ihren Bann gezogen. Quelle: Volker Minkus
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Göttingen

Wie bunt und schillernd die Zeit der 1920er- bis 1960er-Jahre sein konnte, hat die Premiere der OPUS-Tournee 2020 unter Beweis gestellt. Rund 6000 Zuschauer ließen sich am vergangenen Sonnabend vom Auftakt der 33. Auflage des Feuerwerks der Turnkunst in der ausverkauften Großen EWE ARENA in Oldenburg begeistern – und honorierten die Darbietungen mit Standing Ovations.

Vom 21. bis 23. Januar ist das Feuerwerk in der Göttinger Lokhalle zu Gast. Das Oldenburger Publikum wurde bereits mitgenommen auf eine außergewöhnliche Reise durch unterschiedliche Zeiten und Welten. Graue Straßen, große Industriehallen und Kleidung in gedeckten Farben als beispielhaft für die 1920er Jahre? Nicht ganz! Das wurde in Oldenburg deutlich.

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Show wird musikalisch begleitet von den Red Sox Peppers

Die sprachlich-musikalische Vielfalt der Band Red Sox Peppers begleitet zum ersten Mal ein Feuerwerk der Turnkunst live vom ersten bis zum letzten Akkord mit Songs, die von Rick Jurthe komponiert wurden. Aber auch die flotten Tanzeinlagen und die innovative Akrobatik des Feuerwerk der Turnkunst-Showteams in ihren schönen Kostümen im Vintage-Stil geben dem Kunstwerk einen besonderen Rahmen. Selbst ein Spaziergang im Regen verleiht dem eigentlich so düster anmutenden Ambiente der 1920er-Jahre eine erfrischende Leichtigkeit, Unbeschwertheit – und Fröhlichkeit.

OPUS präsentierte sich als eine Show, die Gegensätze miteinander vereint. Mit einem Paukenschlag rissen die dänischen Tumbler Face Off & Crew mit ihren schwindelerregenden Salti und Überschlägen bereits zu einem frühen Zeitpunkt die Zuschauer von den Sitzen. Die dynamisch und kraftvoll präsentierte Geschichte des Duo Air Skating kommt romantisch daher.

Die spektakulären Barren- und Seitpferd-Nummern der Weltklasse-Gerätturner Oleg und Eduard werden durch ein industrielles Ambiente untermalt. Diese Stahlarbeiter-Atmosphäre steht dabei im Kontrast zu den zarten Geigenklängen von Ruth Kemna, die ihr silbrig-glänzendes Outfit perfekt mit roten Lackschuhen ergänzt. Überhaupt blitzt während der zweieinhalbstündigen Show immer wieder der rote Faden auf.

Doch nicht nur das: Bei OPUS treffen die unterschiedlichsten Kulturen aufeinander und entführen die Zuschauer in eine eigene Welt. Fast schon martialisch muten dabei Rolling Wheel aus Ungarn mit einer nie gesehenen Rhönrad-Darbietung an und kombinieren Kraft und Eleganz mit unerwarteten artistischen Einlagen. Die Mongolian Nomads rauben dem Zuschauer den Atem, wenn sie in ihren landestypischen Kostümen zu ebenso landestypischen Klängen Menschen zu Türmen bis unter das Hallendach stapeln. Und Avatar präsentieren anmutige Körperkunst aus einer anderen Welt, die eigentlich unmöglich scheint – eine emotionale Achterbahnfahrt.

Die Show als künstlerisches Gesamtkunstwerk

OPUS ist ein künstlerisches Gesamtkunstwerk, das Einblicke in zahllose kleine Geschichten und Erzählungen bietet. So wie die funkensprühenden Zahnräder auf den LED-Banden ineinander greifen, passt auf der Bühne alles perfekt zusammen. Sogar das Auf- und Abbauteam fügt sich, im Vintage-Stil gekleidet, in den Reigen des Ensembles ein. Und am Ende verschmilzt das Publikum, so scheint es, auf emotionale Weise mit der Show.

Die Göttinger Veranstaltungen am Dienstag, 21. Januar, und Mittwoch, 22. Januar, beginnen jeweils um 19 Uhr. Eine familienfreundliche Anfangszeit hat die Show am Donnerstag, 23. Januar: Sie beginnt um 17 Uhr. Abonnenten des Tageblattes erhalten 20 Prozent Abo-Plus-Rabatt beim Kauf von maximal vier Eintrittskarten in den Tageblatt-Geschäftsstellen in Göttingen (Wiesenstraße 1) und ­Duderstadt (Marktstraße 9) sowie im Internet unter gt-tickets.de.

Von Eduard Warda / r