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Regional RSV 05: Duell mit Vizemeister zum Auftakt
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19:42 05.08.2011
Von Mark Bambey
Will nach kurzer Verletzungspause das Team anführen: 05-Kapitän Erol Saciri ist ein torgefährlicher Leistungsträger.
Will nach kurzer Verletzungspause das Team anführen: 05-Kapitän Erol Saciri ist ein torgefährlicher Leistungsträger. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Dennoch blicken die Schwarz-Gelb-Grünen verhalten optimistisch auf ihr erstes Meisterschaftsspiel in der Oberliga gegen den BV Cloppenburg, das am morgigen Sonntag um 15 Uhr im Jahnstadion angepfiffen wird. Die Arena, in der der Klub – angefeuert vom begeisterten heimischen Publikum – so denkwürdige Partien abgeliefert hat wie zum Beispiel 2001 das 3:0 im Relegationsspiel gegen Holstein Kiel, soll wieder zur Festung werden.

„Das ist ein sehr starker Gegner. Cloppenburg muss schon viel falsch machen, um nicht unter die ersten drei Teams in der Liga zu kommen. Ich habe einige Videos gesehen und muss betonen: Die sind von der Nummer eins bis elf extrem stark besetzt“, warnt RSV-Chef-Coach Jozo „Jelle“ Brinkwerth. Gespannt blickt der 45-jährige Meister-Trainer auf den ersten Auftritt seines Teams im Jahnstadion. „Da ist schon ein weinendes und ein lachendes Auge dabei. An der Benzstraße haben wir viele Spiele gewonnen, waren sehr heimstark, weil wir da auch trainiert haben. Im Jahnstadion können wir ja leider nicht trainieren. Ich hoffe aber, dass wir in der tollen Arena und auf dem phantastischen Rasen viele Spiele gewinnen werden.“
Gegen die technisch versierten und eingespielten Cloppenburger will Brinkwerth sein Team mit einer Kontertaktik und eventuell mit drei sehr defensiv ausgerichteten Mittelfeldakteuren agieren lassen. Nach zuletzt sehr düsteren Prognosen hat sich das 05-Lazarett nun doch überraschend schnell geleert. Definitiv nicht spielen werden nur Robert Huck und Lorenz Brudniok, hinter den Einsätzen von Yahya Timucin, Marko Siric und Lukas Zekas stehen Fragezeichen.

Im Testspiel am Donnerstagabend gegen den luxemburgischen Zweitligisten FF Norden kamen sogar Kapitän Erol Saciri und Torjäger Özkan Beyazit zum Einsatz. Trotz der 1:2 (0:2)-Niederlage war Brinkwerth zufrieden. „In der ersten Hälfte waren wir zu offensiv und haben dafür die Quittung bekommen. So dürfen wir gegen Cloppenburg nicht agieren. Die zweite Hälfte war stark, und wir hätten mehr verdient gehabt als den Ehrentreffer durch Nicola Grimaldi. Wir hatten fünf sehr gute Chancen, trafen zweimal Latte und Pfosten“, so Brinkwerth.

Wie Saciri und Beyazit hat sich auch Gerbi Kaplan einsatzfähig gemeldet. Er werde sich zwar demnächst einer Leistenoperation unterziehen und dann etwa zwei Wochen ausfallen, der Leistenbruch hindere ihn aber nicht. „Wir müssen ein wenig vorsichtig sein, denn prinzipiell sind wir ein eher offensiv ausgerichtetes Team. Wir müssen aber konzentriert agieren und gezielt unsere Vorstöße nutzen. Wenn wir meinen, wir könnten mit Cloppenburg mitspielen, werden wir verlieren. In der Defensive müssen wir doppeln und uns gegenseitig helfen“, betont Brinkwerth.

Dass es für das Team von Chef-Trainer Jörg Uwe Klütz letztlich nur für den Vizetitel gereicht hat, ist zwei wesentlichen Faktoren geschuldet. Zum einen hat Cloppenburg beide Partien gegen Meister SV Meppen verloren (2:5 und 0:3) und zum anderen ein alles andere als meisterliches Abwehrverhalten gezeigt. 49-mal musste Keeper Tilling hinter sich greifen. Mit de Jong hat der Klub nun einen Akteur als Abgang vermeldet, der in der abgelaufenen Serie als Innenverteidiger in allen 38 Meisterschaftsspielen eingesetzt wurde.

In Acht nehmen muss sich allerdings die 05-Defensive um die Innenverteidiger Christian Horst und Julian Keseling. Cloppenburg war mit 96 Treffern das offensivstärkste Team der Liga und ist auch weiterhin top besetzt. Mit dem 24-jährigen Rogier Krohne (24 Tore) spielt der drittbeste Angreifer der vergangenen Spielzeit weiterhin im BVC-Dress. Im Vorjahr startete Cloppenburg mit einem 6:1, doch 05 ist gegen die Schnellstarter gewarnt.

Das nächste Spiel absolviert 05 am Dienstag. Dann ist im NFV-Pokal der VfV Hildesheim um 19 Uhr im Jahnstadion zu Gast.