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Regional RSV 05 setzt auf „Nadelstiche“ gegen Lüneburg
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18:59 19.08.2011
Vertragssituation beim RSV 05 weiterhin in der Schwebe: Der litauische U-21-Nationalspieler Lukas Zekas (am Ball).
Vertragssituation beim RSV 05 weiterhin in der Schwebe: Der litauische U-21-Nationalspieler Lukas Zekas (am Ball). Quelle: Pförtner
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Göttingen

Lüneburg sei ein „sehr gutes Team, das schon lange in der Oberliga spielt und sich dort etabliert hat. Obwohl sie nicht optimal in die Saison gestartet sind, ist die Mannschaft ein ganz starker Gegner“, weiß RSV-Coach Brinkwerth.

Das grundlegende System mit zwei Spitzen wolle er auch gegen die Hansestädter beibehalten, personell gebe es aber Umstellungen: „Gerbi Kaplan musste sich einer Operation unterziehen und wird fehlen, dafür kehrt Robert Huck wieder in die Mannschaft zurück.“ An den Feinheiten der taktischen Ausrichtung tüftelt Brinkwerth nach eigener Aussage noch „bis kurz vor dem Spiel“.

„Wir wollen in Lüneburg eine gute Begegnung abliefern und werden auf gar keinen Fall den Fehler machen, den Gegner zu unterschätzen. Es wird eine ganz schwere Partie“, ist sich auch RSV-Teammanager Jan Steiger sicher. Die Mannschaft müsse an die „gute Partie in Braunschweig anknüpfen und in der Abwehr gut stehen“. In der Offensive sollten die Spieler immer wieder „gezielte Nadelstiche setzen“. „Wir fahren nach dem tollen letzten Spiel nun mit breiter Brust nach Lüneburg und wollen von dort drei Punkte mitnehmen“, so Steiger.

„Respekt vor den Göttingern haben wir, aber keine Angst“, sagt Lüneburgs Co-Trainer Thomas Oelkers. Das Team habe sich mit dem Gegner beschäftigt, „beeindruckend“ sei das Auftreten des RSV 05 gegen Braunschweig gewesen. „Da habe ich nicht schlecht gestaunt, das war schon eine Duftmarke. Braunschweig gilt mit seiner spielstarken Mannschaft eigentlich als Messlatte innerhalb der Liga.“ Umso überraschender sei für ihn das „klasse Spiel der Göttinger“ gewesen. „Wir werden gegen Göttingen geduldig spielen und die Konzentration über 90 Minuten hochhalten“, verspricht Oelkers, dessen Mannschaft mit nur einem Punkt aus zwei Spielen keinen optimalen Saisonstart hingelegt hat. Dies habe auch mit der „enormen Leistungsdichte in der Oberliga“ zu tun. Diese sei in etwa vergleichbar mit der in der Bundesliga, meint Brinkwerth. „Es kann jeder jeden schlagen, an einem guten Tag auch der Letzte den Ersten.“

„Nach dem Spiel gegen Cloppenburg dachte ich, dass die Mannschaft einen Durchmarsch startet und alle Partien gewinnt“, gibt er zu, „doch dann spielen sie nur unentschieden gegen Rotenburg.“ Bis zur Winterpause würden sich aber mit Sicherheit fünf bis sechs Teams herauskristallisieren, die die Meisterschaft unter sich ausmachen. Dahinter sei alles offen.

Nichts Neues gibt es dagegen im Ringen um RSV-Akteur Lukas Zekas: „Seine Vertragssituation ist noch immer in der Schwebe“, äußert sich Steiger. Die Wechselfrist läuft am 31. August ab. „Die Sache bereitet mir keine Sorgen“, betont RSV-Coach Brinkwerth. Es sei eine persönliche Angelegenheit von Zekas, die dieser auch selber regeln müsse. Gegen Lüneburg werde er aber wohl nicht spielen.

Von Tobias Christ