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Regional RSV 05 will den Liga-Krösus Goslarer SC stürzen
Sportbuzzer Sportmix Regional RSV 05 will den Liga-Krösus Goslarer SC stürzen
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18:35 04.11.2011
Gegen den Goslarer SC einsatzbereit: der RSV-Abwehrspieler Robert Huck (l.), hier gegen den VfB Oldenburg. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Der RSV hat seit sieben Spielen nicht mehr verloren und dabei fünfmal gewonnen, der GSC ist bei sogar nur einem Unentschieden seit neun Spielen ohne Niederlage. Die bis dato letzte Pleite gab es am dritten Spieltag bei Kickers Emden. „Hoffen wir mal, dass uns das gleiche Kunststück wie Emden gelingt. Es wird mal wieder Zeit für Goslar“, lautet die Kampfansage von RSV-Trainer Jozo „Jelle“ Brinkwerth. Anpfiff im Jahnstadion ist am Sonntag um 14 Uhr.

Getrübt wird die Aufbruchstimmung beim RSV durch das Drama um die Göttinger Familie Grimaldi. Bei einem Unfall kamen am vergangenen Wochenende die Schwester von Mittelfeldspieler Nicola Grimaldi sowie die Freundin von Nicolas Bruder, dem Bundesliga-Basketballer Marco, ums Leben. Wie schon am vergangenen Sonntag beim 2:1-Erfolg bei Osterholz-Scharmbeck werde Nicola gegen Goslar aussetzen, berichtet Brinkwerth am gestrigen Freitag kurz nach seiner Rückkehr von der Beerdigung. „Wir haben keinen Fahrplan, wann er wieder spielt“, sagt er. Beileidsbekundungen kamen, teilweise per Internet, auch von der Vereinsführung und den Anhängern des RSV 05.

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Grimaldis Position hinter den Spitzen nimmt gegen den GSC Erkan Coskun ein, der wiederum den Kapitän Erol Saciri vertritt. Saciri hat sich gegen Osterholz-Scharmbeck wohl einen Bänderanriss im Knie zugezogen, eine genaue Diagnose steht aber noch aus. Für Coskuns Position im rechten Mittelfeld kommen Yahya Timocin und Marko Siric in Frage. „Marko hat eine sehr gute Chance. Es wird mal Zeit, dass er von Beginn an losgelassen wird“, sagt Brinkwerth. Der Einsatz der angeschlagenen Robert Huck und Christian Horst ist wohl nicht gefährdet, wobei sich Huck gegen Ende der Hinserie einem operativen Eingriff am Knöchel unterziehen muss.

„Es ist umso bemerkenswerter, neun Spiele in Folge ohne Niederlage zu sein, wenn man Tabellenführer ist“, sagt Brinkwerth über den Gegner. Vor allem warnt der Coach vor der GSC-Offensive mit Justin Eilers und Muhamed Alawie. „Goslar ist auch von der Torgefahr her Spitzenreiter.“ Die Defensive agiere demgegenüber „absolut diszipliniert“.

Die Erfolgsserien, die Läufe, haben der RSV und der GSC gemein, beim Geld trennen sich jedoch die Wege: Während Göttingen mit 120 000 Euro kalkuliert, soll Goslar über mehr als das Zehnfache, über rund 1,5 Millionen Euro, verfügen. „Umso reizvoller ist es doch, gegen eine solche Mannschaft zu spielen“, sagt Brinkwerth. „Was gibt es Schöneres, als im Jahnstadion den Spitzenreiter zu Gast zu haben, und das in einer Phase, in der wir ganz gut drauf sind?“ Die Begegnung, glaubt der Trainer, „könnte ein ganz interessantes Spiel werden“.

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