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RV Nesselröden richtet erstes Amateur-Reitturnier in der Region aus

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11:23 20.05.2021
Vor zwei Jahren ist Frank Schulze auf Casallita im M-Springen an den Start gegangen – damals noch vor vielen begeisterten Zuschauern.
Vor zwei Jahren ist Frank Schulze auf Casallita im M-Springen an den Start gegangen – damals noch vor vielen begeisterten Zuschauern. Quelle: Helge Schneemann
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Nesselröden

Der Blick von Arnold Rittmeier geht immer wieder zum Himmel. Regen gab es genug in den vergangenen Tagen, der Vorsitzende des RV St. Georg Nesselröden wünscht sich beständiges Wetter über Pfingsten. „Wir hatten bei unserem Turnier auch schon 30 Grad, das muss ja gar nicht sein.“ Nach einem Jahr coronabedingter Pause ist der Verein auf seinen angestammten Termin zurückgekehrt. In Nesselröden wird am Wochenende in der Region das erste Springturnier der Freiluftsaison für Amateure ausgerichtet. Wie sehr die Reiter auf dieses positive Signal gewartet haben, zeigt die Zahl der Nennungen, die weit über den üblichen Werten der vergangenen Jahre liegt.

Normalerweise wäre der Tross der Reiter in der grünen Saison schon in Rittierode bei Einbeck, auf dem Hof Bettenrode bei Reinhausen, am Kehr in Göttingen oder im nordhessischen Oberkaufungen gewesen. Alle diese Turniere durften nicht stattfinden. Die Verantwortlichen in Nesselröden haben auf ihren traditionellen Pfingsttermin gesetzt – und Glück gehabt. Die Inzidenzwerte sind heruntergegangen und die Verordnungen bieten den Spielraum, dass das Gesundheitsamt grünes Licht für ein Turnier unter strengen Auflagen geben konnte. „Diesen Anruf habe ich sehnsüchtig erwartet“, gibt Rittmeier zu.

Hygienekonzept um Testpflicht erweitert

Bereits im September 2020 hatten die Nesselröder ein Turnier ausgerichtet und dafür ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeitet. Das mussten sie jetzt nur aus der Schublade ziehen und um den Passus der Testpflicht erweitern. Während im Spätsommer vergangenen Jahres noch 200 Zuschauer zugelassen waren, dürfen diese nun nicht mehr auf das Vereinsgelände. Zutritt erhalten nur der Reiter plus eine Begleitperson. „Wir müssen alles dokumentieren, jede Person, die auf dem Gelände ist – wann sie kommt und wieder fährt“, berichtet Rittmeier.

Ein negativer Coronatest, alternativ eine Impfbescheinigung (Komplettschutz mindestens 14 Tage nach Zweitimpfung) oder der Nachweis einer überstandenen Corona-Infektion, die nicht länger als sechs Monate zurück liegt, ist mit dem Anwesenheitsnachweis vorzulegen. Auf dem gesamten Gelände – auch auf dem Park- und Abreiteplatz – müssen Abstände eingehalten und medizinische Masken getragen werden. Da gibt es nur eine Ausnahmen: wenn der Reiter auf dem Pferd sitzt. Nachdem die Prüfungen beendet sind, sind die Reiter angehalten, das Turniergelände zügig wieder zu verlassen. „Wir haben ein Einbahnstraßensystem, damit es nicht zu Menschenansammlungen kommt“, erläutert Rittmeier. Starterlisten werden nicht ausgegeben, die Ergebnisse werden live im Internet veröffentlicht.

Trennung zwischen Spring- und Dressurturnier

„Ich freue mich, dass der Reitsport wieder in die Gänge kommt“, sagt der Nesselröder Vorsitzende, dessen dreitägige Konkurrenz komplett zu einem Freiluftturnier geworden ist. Die sonst parallel zu den Springen in der Halle ausgetragenen Dressurprüfungen gibt es an diesem Wochenende nicht, dafür hätte es keine Genehmigung gegeben. Eine Woche später kommen die Dressurreiter bei einem eigenen Freiluftturnier auf ihre Kosten.

Jede Menge ausgebuchte Prüfungen gibt es von Sonnabend bis Montag beim Springturnier. „So viele Springpferde hatten wir hier noch nie. 75 Starter werden es zum Abschluss beim M-Springen am Montag ab 17.30 Uhr sein. Normalerweise haben wir da so 40 bis 45“, sagt Rittmeier. Auch die kleineren Prüfungen zuvor wurden gedeckelt, maximal 80 Starter wurden da zugelassen. Die kommen aus den benachbarten Vereinen der Region, aber auch aus Thüringen, Hessen und den Bereichen Braunschweig und Hildesheim. „Die haben alle nur auf uns gewartet“, äußert sich Rittmeier – und das war nicht einfach nur so dahingesagt.

Das Programm am Pfingstwochenende

Der Pfingstsonnabend beginnt um 8 Uhr mit der Springepferdeprüfung A**, weitere schließen sich an. Voll besetzte Springen der Klassen A und L folgen ab 13.45 Uhr. Mit einem Punkte-Spring-Wettbewerb geht es am Sonntagmorgen um 7.30 Uhr weiter, danach beginnen um 9.30 Uhr Stilspringprüfungen und Springprüfungen. Mit Punktespringen der Klasse M (ab 17 Uhr) endet der zweite Veranstaltungstag. Stilspringprüfungen und Springprüfungen bestimmen das Programm am Montag von 7.30 Uhr an. Turnierhöhepunkt ist dann das M*-Springen mit Siegerrunde zum Abschluss der drei Tage ab 17.30 Uhr.

Von Kathrin Lienig