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RV Stahlross Obernfeld greift nach dem Deutschlandpokal

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08:00 02.09.2021
Raphael Kopp (2.v.r.) und André Kopp (hinten) haben schon einmal den Deutschlandpokal gewonnen.
Raphael Kopp (2.v.r.) und André Kopp (hinten) haben schon einmal den Deutschlandpokal gewonnen. Quelle: Helge Schneemann
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Obernfeld

Mit zwei Halbfinalturnieren beginnt am Sonnabend um 13 Uhr das entscheidende Wochenende im Deutschlandpokal. Die Radball Elite tritt in Sulgen im Landkreis Rottweil (Baden-Württemberg) an. Dabei sind auch Raphael Kopp und André Kopp vom RV Stahlross Obernfeld. Anschließend spielen am Sonntag die besten acht Mannschaften in der Turn- und Festhalle Sulgauer Straße im Schramberger Ortsteil das nationale Cupfinale. Wie schon zuletzt beim U23-Deutschlandpokal setzt der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) aufgrund der Corona-Pandemie auch bei der Elite auf ein Final-Wochenende mit Halbfinale und Finale an einem Austragungsort.

Die zwölf für die Vorschlussrunde qualifizierten Teams spielen in zwei Sechsergruppen im Modus jeder gegen jeden um den Finaleinzug. Die besten vier Duos jeder Halbfinalgruppe sind am Sonntag beim Finale mit dabei. Dort werden dann zunächst in zwei Vorrundengruppen die jeweils beiden besten Gespanne für das Halbfinale ermittelt. Es folgen Semifinale, Platzierungsspiele fünf bis acht, kleines Finale um den dritten Platz und das Endspiel. Für die Endspielteilnahme werden vor allem Obernfeld und Pokalverteidiger RMC Stein (Bayern) hoch gehandelt.

Zunächst müssen beide Teams am Sonnabend in ihren Halbfinalturnieren ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Hier treffen die Stahlrösser in der Gruppe eins zum Start auf den Bundesliga-Achten RSV Waldrems. Dieser ist nicht so gut aus der Corona-Pause gekommen. Mit schwankenden Ergebnissen aus der Bundesliga-Einfachrunde haben die eigentlich als Mitfavorit gehandelten Württemberger die Final-Five-Turniere und die Deutsche Meisterschaft verpasst. Nun liegt bei den Süddeutschen der Fokus natürlich auf dem Pokal.

Dagegen befindet sich mit dem RSC Schiefbahn (NRW) ein weiterer mitfavorisierter Gegner der Eichsfelder in Topform. Durch eine 2:4-Niederlage im Ligaspiel gegen das Tandem vom Niederrhein mussten die Kopps den zweiten Platz am letzten Spieltag noch hergeben. Diesmal wollen die Stahlrösser den Spieß umdrehen und sich nicht noch einmal überraschen lassen.

Der Partie gegen den dritten Erstligisten RC Iserlohn (NRW) sehen die Kopps allerdings entspannt entgegen. Bereits in der Einfachrunde besiegten sie die Sauerländer deutlich mit 10:3.

Interessant werden aber die Begegnungen der Obernfelder gegen die jungen, ambitionierten Zweitligamannschaften vom RSV Großkoschen aus Brandenburg (Junioren-Europameister 2018) und RSV Sangerhausen aus Sachsen-Anhalt (Junioren-Europameister 2017). Beide Mannschaften sollten in den kommenden Jahren auch eine Rolle in der 1. Bundesliga spielen. Man darf gespannt sein, inwieweit sich die Youngster gegen den amtierenden Deutschen Meister aus dem Eichsfeld schlagen werden.

Mit einem guten Gefühl gehen die Kopps in das Final-Wochenende. Bereits nach dem letzten Spieltag der Erstliga-Einfachrunde sagte der Obernfelder Feldspieler Raphael Kopp recht optimistisch: „Bei den beiden Niederlagen gegen Stein und Schiefbahn hatten wir jeweils fünf schwache Minuten. Wenn wir die abstellen, ist für uns alles drin bei den anstehenden Aufgaben.“ Auch Torwart André Kopp ist recht zuversichtlich und hofft, den Pott nach 2016 ein zweites Mal nach Obernfeld zu holen.

Von Berthold Kopp