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RV Stahlross Obernfeld verliert das Endspiel im Deutschland-Cup

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18:00 06.09.2021
Raphael Kopp und André Kopp (r.) verlieren nur einmal – das aber ausgerechnet im Finale.
Raphael Kopp und André Kopp (r.) verlieren nur einmal – das aber ausgerechnet im Finale. Quelle: Helge Schneemann
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Obernfeld

Mit 4:6 nach Verlängerung hat der RV Stahlross Obernfeld das Endspiel um den Deutschlandpokal im Radball gegen seinen Erzrivalen und Pokalverteidiger RMC Stein I verloren. Es war das erwartete Traumfinale. Und es bleibt bei der Zwei-Klassen-Gesellschaft im deutschen Radball. Die Obernfelder André und Raphael Kopp und das Team Stein I zeigten einmal mehr ihre Extraklasse in den entscheidenden Momenten.

Sehr konzentriert gingen anfangs die Stahlrösser in dem hochklassigen Finalspiel zu Werke. Im baden-württembergischen Schramberg-Sulgen führten die Obernfelder bereits mit 2:0, ehe die Mittelfranken Sekunden vor dem Halbzeitpfiff per Eckball den Anschlusstreffer zum 1:2 markierten. Nach der Pause erhöhten die Kopps auf 3:1. Doch Stein blieb dran und glich nicht nur aus, sondern ging seinerseits mit 4:3 in Führung. Dann rettete sich Obernfeld mit dem 4:4-Ausgleich in die Verlängerung. Es folgten sieben Minuten Kampfspiel, bei dem die spielerische Linie auf beiden Seiten etwas abhanden kam. Mit zwei Treffern in den zwei letzten, sehr hektischen Minuten jubelte am Ende der RMC Stein als glücklicher Pokalsieger.

Einen furiosen Start legten die Stahlrösser beim Halbfinalturnier am Sonnabend hin. Gegen das junge Zweitligatandem vom RSV Sangerhausen schossen die Kopps bis zur Halbzeit fast ohne Gegenwehr einen satten 8:0-Vorsprung heraus. Erst danach stabilisierten sich die Sachsen-Anhaltiner, konnten aber das zweistellige Ergebnis beim Obernfelder 10:0-Sieg nicht verhindern.

Auch gegen den RC Iserlohn fuhren die Eichsfelder voll auf Angriff. Doch die Erstligisten aus dem Sauerland konterten geschickt und lagen zur Halbzeit nur mit 4:6 zurück. Nach der Pause war der Bann schnell gebrochen. Die Kopps siegten sicher mit 10:5.

Ein spannenderes Match als zuvor, entwickelte sich in der dritten Begegnung der Obernfelder gegen den wiedererstarkten RSV Waldrems. Die Ligakonkurrenten aus Württenberg verlangten den Kopps alles ab. Am Ende reichte es für Stahlross zum knappen 4:3-Erfolg.

Einen weiteren 10:5-Erfolg ließen die Südniedersachsen gegen den für den RSV Großkoschen nachgerückten Zweitligisten RSV Reichenbach II folgen. Die ebenfalls aus Württemberg stammenden Youngsters zeigten sich trotz fünf selbst geschossener Tore dem dynamischen Angriffsspiel der Kopps streckenweise nicht gewachsen.

Die letzte Partie zwischen den beiden bis dahin verlustpunktfreien Erstligisten Obernfeld und RSC Schiefbahn (NRW) musste über den Halbfinalsieg entscheiden. Hier zu gewinnen war wichtig, um den Sieger des parallelen Semifinales, RMC Stein I bei den Gruppenspielen am Sonntag vorerst aus dem Weg zu gehen. Vorsichtig agierten beide Duos bis zum 1:1-Halbzeitstand. Anschließend zogen die Stahlrösser auf 4:1 davon und brachten ein weiteres 4:3 an diesem Tage gut über die Zeit.

Etwas zu verhalten begannen die Stahlrösser am Finaltag gegen die zweite Mannschaft des RMC Stein. Nach der 4:2-Führung beim Seitenwechsel verloren die Kopps durch einfache Fehler den Faden und mussten sich am Ende mit dem 5:5-Remis zufrieden geben. Keine Probleme bereiteten den Obernfeldern anschließend die Sachsen-Anhaltiner vom Reideburger SV. Mit 6:1 (3:0) erledigten die Kopps diese Pflichtaufgabe gegen den Zweitligisten souverän.

Und auch im letzten Vorrundenspiel, wieder gegen den RSV Sangerhausen, zeigten die Stahlrösser ein gutes Spiel. Zwar nicht wie am Halbfinaltag, aber immer im richtigen Augenblick ein Tor vorlegend, siegte Obernfeld mit 6:4 und stand als Gruppensieger vor Stein II im Halbfinale des Finaltages. Nachdem Stein I die eigene zweite Mannschaft mit 9:4 sicher besiegte, wurde im Vorschlussrundenspiel Obernfeld gegen RSV Waldrems der zweite Endspielteilnehmer gesucht. Der wurde dann auch schnell gefunden. Den 2:0-Halbzeitvorsprung bauten die Kopps in den zweiten sieben Minuten bis zum 4:0-Endergebnis weiter aus.

Von Berthold Kopp