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Regional Radball: Linus Heinemann und Leon Schreier bei Deutschen Meisterschaften
Sportbuzzer Sportmix Regional Radball: Linus Heinemann und Leon Schreier bei Deutschen Meisterschaften
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20:06 28.05.2013
Könner im Sattel: Linus Heinemann. Quelle: Thiele
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Bilshausen

Für die U-13-Radballer des RV Möve Bilshausen stand am Sonnabend und Sonntag die Endrunde der Deutschen Schülermeisterschaften in Berlin-Spandau auf dem Plan. Ein bisschen nervöser als sonst, gab das Duo, das schon jahrelang zusammenspielt und auch privat befreundet ist, seien sie bei ihrer Endrunden-Premiere auf nationaler Ebene schon gewesen. „Aber insgesamt war es echt cool.“

In einem acht Teams starken Teilnehmerfeld mussten sich Linus und Leon, deren ältere Brüder auch Radball in Bilshausen spielen, letztlich mit dem siebten Platz begnügen, obwohl sie nur drei Partien verloren. „In der Tabelle war alles so eng zusammen, mit ein bisschen Glück hätten wir auch Vierter werden können“, sagte Trainer Franz-Josef Adler.

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In der Auftaktpartie gegen den späteren deutschen Vizemeister VfH Mücheln war den Bilshäusern die riesige Nervosität deutlich anzumerken.

Fanclub nicht zu überhören

„Ich habe die beiden nicht wiedererkannt“, bekannte ihr Trainer nach dem 1:5, warb aber auch um Verständnis für seine Schützlinge, schließlich war alles groß, neu und aufregend: Am Freitag nach der Ankunft in der Landeshauptstadt durften Linus und Leon die Halle bereits testen, die Räder aufbauen und sich an das ungewohnte Ambiente gewöhnen.

An den Spieltagen sorgten rund 500 Spieler und Zuschauer für eine beeindruckende Kulisse. Der Bilshäuser Fanclub war dabei nicht zu überhören, feuerte an und trommelte, was Stimmbänder und Hände hergaben. Auch die Freunde in der Heimat wurden jederzeit auf dem Laufenden gehalten: „Wir haben extra eine WhatsApp-Gruppe gegründet“, verriet Linus.

Welches Potenzial die Jung-Möven besitzen, verdeutlichte das Duell mit dem späteren Champion Großkoschen. Der bis dato ungeschlagene Favorit musste sich heftiger Gegenwehr erwehren und sich mächtig strecken, um beim 3:3 mit einem Punkt vom Parkett zu fahren. 

Radballverrückte Nachwuchs-Cracks

Dass das Spiel am Sonntagmorgen bereits um 8 Uhr stattfand und die Möven deshalb bereits um 6 Uhr aus den Federn mussten, war zumindest für Leon neu: „Das bin ich nicht gewöhnt“, staunte der Elfjährige. Für seinen Partner war das frühe Weckerklingeln kein Problem: „Wenn Schule ist, muss ich schon um 5.45 Uhr aufstehen, um den Bus zu bekommen.“

Gelegenheit, um sich neben den Spielen die Sehenswürdigkeiten Berlins anzuschauen, blieb nicht. Nach dem letzten Spiel, einer 1:7-Niederlage gegen Darmstadt, wäre zwar etwas Zeit gewesen, allerdings war der Bereich rund um das Brandenburger Tor noch wegen der Aufräumarbeiten rund um das Public Viewing des Champions-League-Finales gesperrt.

Die Partie zwischen Bayern München und Borussia Dortmund interessierte zumindest Leon nicht so sehr: „Fußball mag ich nicht so, ich gucke lieber Tischtennis oder Motorsport.“

Wie radballverrückt die Nachwuchs-Cracks sind, bewiesen sie nach der Rückkehr. Der Verein hatte einen kleinen Empfang organisiert, es wurden Würstchen gebruzzelt und anschließend wurde Fußball gespielt. Doch auch nach zwei Tagen Dauer-Belastung in Berlin ließen es sich Linus und Leon nicht nehmen, am Sonntagabend nochmal aufs Rad zu steigen und zu spielen.

Größter Wunsch: Radball-Weltmeister

„Da hat dann auf einmal wieder alles geklappt, jeder Schuss und jeder Pass“, lacht Trainer Adler. Seine Schützlinge beruhigten den Trainer jedoch umgehend: „Nächstes Jahr sind wir nicht mehr so nervös“, versprachen beide.

Welche Ziele die aufgeweckten Schüler für die Zukunft haben, steht bereits seit langer Zeit fest. „Mit Leon Radball-Weltmeister werden“, schrieb Linus seinem Freund einst in die Rubrik „Größter Wunsch“ in sein Freundschaftsalbum.

Allzu lange müssen die beiden indes nicht warten, um sich mit internationaler Konkurrenz messen zu können: Ende Juni nehmen Linus und Leon an einem international besetzten Turnier in Darmstadt teil und treffen dann auf Vertretungen aus der Schweiz, Österreich und Belgien. „Darauf freuen wir uns schon sehr“, versichert das dynamische Duo.

Von Christian Roeben

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