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Radball: Weltcup-Serie startet, ist aber stark eingeschränkt

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15:46 28.04.2021
André und Raphael Kopp (v. l.) gehen erst im Herbst auf Weltcup-Torejagd.
André und Raphael Kopp (v. l.) gehen erst im Herbst auf Weltcup-Torejagd. Quelle: Helge Schneemann
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Eichsfeld

Nachdem im vergangenen Jahr alle Weltcup-Turniere inklusive des Finals nach und nach abgesagt wurden, beeinträchtigt auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie das Infektionsgeschehen die internationalen Radballturniere. Unter den lediglich 14 gemeldeten Radball-Mannschaften aus sieben Ländern für 2021 befinden sich der RV Stahlross Obernfeld mit Raphael Kopp und André Kopp und zwei Teams vom RMC Stein (Bayern). Dazu wird für jedes Turnier eine Ausrichter-Wildcard vergeben.

Für ursprünglich sechs der acht möglichen Weltcup-Turniere hatten sich noch ausrichtende Vereine gefunden. Nach den coronaauflagenbedingten Absagen der drei deutschen Ausrichter Hardt, Langenschiltach (beide Baden-Württemberg) und Ginsheim (Hessen) sowie der fehlenden Zusage vom Asienvertreter blieben allerdings nur noch drei Wettkämpfe auf der Agenda bestehen. So können sich diesmal die gesetzten Tandems nur an jeweils zwei Spieltagen für das Finale qualifizieren.

Das sah zu besseren Zeiten noch ganz anders aus: In zumeist acht Turnieren plus Finale kämpften bis zu 39 Mannschaften aus in der Regel elf bis zwölf Ländern auf dem 14-mal 11 Meter großen Spielfeld um die zu vergebenen Punkte. Bei vier Turnieren konnten sich seinerzeit die einzelnen Mannschaften für das Weltcup-Finale der besten acht Teams neben Asienvertreter und Ausrichter-Wildcard qualifizieren. In der Serie 2021 kommen die 14 Tandems aus den sechs mitteleuropäischen Staaten Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien, Frankreich und Belgien, außerdem ist ein Duo aus Armenien dabei.

Kopps haben in Österreich spielfrei

Trotz der relativ hohen Inzidenzzahlen hat am Sonnabend Dornbirn in Österreich den Anfang gemacht. Hier hatten die Kopps aus Obernfeld allerdings spielfrei. Im Vorarlberg vertraten die beiden Duos vom RMC Stein die deutschen Farben. Hinter Gastgeber RV Dornbirn I wurde Stein I durch eine 3:6-Endspielniederlage Turnierzweiter, während Stein II unter den zehn Mannschaften den fünften Rang belegte. Die Stahlrösser sind erst bei den beiden Turnieren im Herbst in der Schweiz am Start. Am 16. Oktober macht der Weltcup-Zirkus in St. Gallen Station, am 13. November heißt der Gastgeber Altdorf am Vierwaldstädter See.

Zum Weltcup-Finale der neun punktbesten Mannschaften plus des Wildcard-Teams bräuchten die Obernfelder dann nicht ins Ausland zu reisen. Ausrichter am 27. November ist der RSV Großkoschen (Brandenburg). Da die Stahlrösser zum absoluten Favoritenkreis gehören, ist schon heute der Termin fest im Obernfelder Kalender vermerkt. Daran wird auch der von beiden Spielern bestätigte aktuell große Trainingsrückstand nichts ändern.

Trotzdem stehen in der Hallenradsportart Radball die Zukunftsplanungen auch weiterhin auf wackligen Beinen. „Ich bin gespannt, was am Ende wirklich durchgeführt werden kann“, bleibt der Obernfelder Torwart André Kopp eher skeptisch bezüglich der Weltcup-Turniere im Herbst. Überrascht zeigte sich auch Feldspieler Raphael Kopp: „Ich hätte nicht gedacht, dass zur Zeit überhaupt ein internationales Turnier stattfinden kann.“

Von Berthold Kopp