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Regional Radsport: Baranski und Haverkamp gewinnen Zeitfahrcup in Rosdorf
Sportbuzzer Sportmix Regional Radsport: Baranski und Haverkamp gewinnen Zeitfahrcup in Rosdorf
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18:26 03.06.2014
Zweiter im Rennen über 14 Kilometer: Jan-Olaf Jansen. Quelle: Pförtner
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Rosdorf

Nach 25,5 Kilometern auf der Flachstrecke verwies er in 31:52 Minuten Dirk Keßler (32:45) und Armin Fischer (32:47) auf die Plätze. Während bei den Frauen Manuela Haverkamp noch deutlicher triumphierte, war auf der Kurzstrecke über 14 Kilometer André Eichhorn am schnellsten.

„Ich bin schon mit dem Ziel nach Göttingen gereist, zu gewinnen“, sagte Baranski. „Es war relativ windig – aber dafür war der Asphalt wirklich super“, gab der Sieger einen Eindruck von den Bedingungen auf der Strecke. Speziell vorbereitet habe er sich nicht.

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„Ich bin eine Stunde vorher alle Kurven abgefahren, um sicher zu gehen, dass man sie durchtreten kann. Danach habe ich routinemäßig mit dem Warmfahren auf der Rolle begonnen“, erzählt der Zeitfahrspezialist.

177 Finisher zählte das Organisationsteam um die Agentur Personal Sports, den Tuspo Weende und den Sport-Leistungskurs des Max-Planck-Gymnasiums, der im Rahmen einer neu initiierten Kooperation in die Organisation eingebunden war.

Große Alters- und Leistungsspanne

Hauptorganisator Frieder Uflacker war vor allem vom breiten Spektrum der Teilnehmer angetan: „Eine Altersspanne von Jahrgang 1940 bis 2002. Herkunftsorte von Hamburg nach Mannheim, und von Köln bis nach Berlin. Und eine Leistungsspanne, die vom semiprofessionellen Anspruch bis zur ,Das-probiere-ich-einfach-mal-aus-Einstellung‘ reichte“, listete er auf – und befand, dass sein Anliegen, eine Veranstaltung für Jeden auf die Beine zu stellen, damit umgesetzt worden sei.

Seriensiegerin Manuela Haverkamp hatte sich als Ziel gesteckt, ihre „Fahrzeit aus dem Vorjahr zu toppen“. Mit 35:45 Minuten war die Mittvierzigerin nicht nur deutlich schneller als Elisabeth Roepke (37:17) und Naima Diesner (37:40), sondern erreichte mit Spitzengeschwindigkeiten von 55 Stundenkilometern auch locker ihr Ziel: 51 Sekunden schneller war sie als „Haverkamp 2013“.

„Und auch der Wind war deutlicher spürbar“

Aufsehen erregte auch André Eichhorn: Nachdem er in 19:41 Minuten vor Jan Jansen (20:08) über die Kurzstrecke gesiegt hatte, startete er auch über die Langdistanz. „Ich hatte die weite Anreise aus Dresden – da kann man auch gleich zwei Rennen mitnehmen“, erläuterte Eichhorn, der „beide Rennen voll gefahren“ ist.

Um den Doppelstart zu ermöglichen, wurde er mit der Startnummer eins sowie mit der 185 ins Rennen geschickt. War sein erster Wettkampf optimal verlaufen, so habe im Hauptrennen, wo er Siebter wurde, „ein bisschen viel Verkehr“ geherrscht, erklärte der Dresdner. „Und auch der Wind war deutlicher spürbar.“

Mit dem unsichtbaren Widersacher hatte auch Tom Hemmerling eine unübliche Begegnung: „Normalerweise fahre ich immer bei meinen Eltern im Windschatten – aber das durfte ich ja heute leider nicht“, bedauerte der Teenager.

Von Timo Holloway