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Regional Vorfreude auf internationale Gegner
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18:37 24.11.2017
Hannah Buch und Tobias Buck-Gramcko
Hannah Buch und Tobias Buck-Gramcko Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Hannah fährt seit sieben Jahren Rennen. Der Radsport wurde der 15-Jährigen gewissermaßen in die Wiege gelegt: „Mein Vater ist Abteilungsleiter beim Tuspo Weende“, erzählt sie. Im Alter von fünf Jahren habe sie „Stück für Stück“ mit dem Radsport angefangen. „Von Jahr zu Jahr kamen mehr Training und Rennen dazu“, sagt Hannah. Zunächst sei sie bei Rennen in der Region angetreten, später auch deutschlandweit.

Tobias ist seit etwa dreieinhalb Jahren im Radsport aktiv. Vorher hat der 16-Jährige Mehrkampf betrieben. Zum Radsport sei er über die Vorbereitung für einen Triathlon in Göttingen gekommen. „Es hat mir direkt Spaß gemacht“, schildert er seine ersten Erfahrungen auf dem Rennrad. „Ich habe versucht, beides parallel zu machen, mich dann aber für den Radsport entschieden“, erzählt er und meint die Leichtathletik und den Radrennsport. Ihn reize das Kommunikative und Strategische des Sports. Auf die Frage, ob Bahn- oder Straßenrennen, ist die Antwort von Hannah eindeutig: „Ganz klar Straße“, kommt es wie aus der Pistole geschossen.

200 bis 500 Kilometer die Woche

Beide investieren inzwischen viel Zeit in ihr Training. „Vier bis fünfmal die Woche“ schwingt sich Hannah in der Saison auf ihr Rad. Im Winter gehe es auch mal auf das Mountainbike, allerdings eher aus Notwendigkeit, denn aus Spaß. „Das ist eher nichts für mich“, sagt Hannah lachend.

Bei Tobias sieht der Trainingsplan teils 200 bis 500 Kilometer in der Woche vor, berichtet der 16-Jährige. „Jetzt im November sind es circa 80“, sagt er. Fitnesstraining und Schwimmen stehen als Ergänzung und Ausgleich ebenfalls auf dem Trainingsplan. Besonders schwer sei es, dass Training mit der Schule in Einklang zu bringen. Beide gehen in die elfte Klasse, oft gehe es direkt nach de, Unterricht zum Training. „Wir kriegen ziemlich viel Unterstützung von der Schule“, sagt Hannah.

Hannah Buch und Tobias Buck-Gramcko sind in den Nationalkader des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) berufen worden.

In den Nationalkader schaffte sie es durch konstant gute Leistungen in zwölf gefahrenen Bundessichtungsrennen auf der Straße und der Bahn. In der Gesamtwertung wurde sie Drittbeste ihrer Altersklasse. Tobias überzeugte vor allem mit seinen Erfolgen beim Zeitfahren. Die Krönung für ihn war der Sieg bei der Deutschen Meisterschaft. Dieser gab dann auch den Ausschlag für die Nominierung.

Sport und fremde Kulturen

Erinnert man sich bei einer so vollgepackten Saison überhaupt noch an einzelne Rennen, oder hat man sogar ein Lieblingsrennen? Bei Hannah war es die Deutsche Meisterschaft auf der Straße: „Es war ein sehr anspruchsvoller Kurs. Wir sind mit einer Sechsergruppe vorausgefahren, das hat Spaß gemacht, war aber auch anstrengend.“ Trotzdem ein Höhepunkt für die 15-Jährige. Bei Tobias war es das Rennen mit dem Landeskader in Polen. „Wir haben ganz gut abgeschnitten und mit den anderen Fahrern im Internat gewohnt“, erinnert sich Tobias. Andere Kulturen kennenzulernen, sei generell gut, findet der 16-Jährige.

Nun wollen beide die neuen Herausforderungen ins Visier nehmen. „Die Vorfreude auf die ersten Straßenrennen steigt“, sagt Tobias mit Blick auf die kommende Saison. „Erst einmal internationale Erfahrung sammeln und schauen, wie es sich entwickelt“, lautet Hannahs Ziel für 2018. Und sonst? „Vorfreude auf die Deutschen Meisterschaften natürlich!“

Von Finn Lieske

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