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Regional Reiten: Gerald Nothdurft und Amazing belegen den vierten Platz
Sportbuzzer Sportmix Regional Reiten: Gerald Nothdurft und Amazing belegen den vierten Platz
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18:33 03.06.2014
Von Michael Geisendorf
Keine Angst vor hohen Hürden: Gerald Nothdurft und sein zehnjähriger Wallach Amazing beim Deutschen Spring-Derby in Hamburg. Quelle: Brügge
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Göttingen/Hamburg

Beim 85. Deutschen Spring-Derby in Hamburg Klein Flottbek, das als härteste  Springprüfung der Welt gilt, belegte der 30-jährige Göttinger mit seinem selbst ausgebildeten zehnjährigen Holsteiner Wallach Amazing, bejubelt von 25    000 Zuschauern, sensationell den vierten Platz.

Damit katapultierte sich Nothdurft in der Wertung der renommierten DKB-Riders-Tour, deren zweite Etappe das Deutsche Spring-Derby ist, auf den siebten Platz.

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Für den gebürtigen Friedländer, der seit frühester Kindheit reitet und bislang meist auf anspruchsvollen Regionalturnieren Spitzenränge belegte (unter anderem gewann er den Silbernen Steigbügel in Adelebsen), ist die Top-Platzierung beim weltweit bekannten Deutschen Spring-Derby der mit Abstand größte Erfolg seiner Karriere.

„Ich hoffe, dass es für mich der Einstiegspunkt in die Weltrangliste sein wird“, sagt der ehrgeizige Göttinger, der bei Turnieren für die LG Berlin startet.

Herausforderungen mit Bravour gemeistert

Nothdurft ärgert sich ein wenig, dass es beim Finale in Klein Flottbek, in das er als Neunzehnter des ersten Qualifikationsspringens eingezogen ist, nicht zum Null-Fehler-Ritt gereicht hat. „Ausgerechnet beim leichtesten Hindernis ist die Stange wegen einer Unaufmerksamkeit gefallen“, erzählt Nothdurft.

Dagegen bewältigten er und Amazing die kniffligsten Herausforderungen des mit 1,55 Meter hohen Hindernissen gespickten Parcours mit Bravour – wie das berühmt-berüchtigte Pulvermanns Grab, das weltweit bekannteste Hindernis im Reitsport. Wegen seines Fehlers grämen muss sich der 30-Jährige allerdings nicht. In 84 Derby-Jahren hat es lediglich 148 Null-Fehler-Ritte gegeben.

Bei der 85. Auflage blieben nur zwei Reiter ohne Abwurf und qualifizierten sich für das Stechen, das der Hettinger Nisse Lüneburg mit Calle Cool zum zweiten Mal nach 2012 gewann. Zweiter wurde der Timmendorfer Andre Plath vor Ex-Mannschaftsweltmeister Carsten-Otto Nagel, der sich wie Nothdurft im Normalparcours einen Flüchtigkeitsfehler leistete, mit Rang drei aber die Führung in der Riders-Tour übernommen hat.

Viele Starter verzichten

Wie gefürchtet die finale S-Prüfung des Deutschen Spring-Derbys selbst bei Weltklasse-Reitern ist, zeigt die Tatsache, dass nur 31 von ursprünglich 180 Startern den Parcours in Angriff genommen haben und sogar der Sieger der beiden Qualifikationsspringen, der Ire Michael Duffy, auf den Start verzichtet hat.

„Amazing ist inzwischen so sicher, dass das Risiko für uns beide kalkulierbar war. Zwischen uns herrscht beinahe blindes Vertrauen“, begründet Nothdurft, warum er sich das härteste Springen der Welt zugetraut hat. Nach der Teilnahme am Nesselröder Pfingstturnier will der Göttinger seine gute Platzierung in der Riders-Tour untermauern.

Gelegenheit dazu haben er und Amazing bei den hochkarätig besetzten Turnieren in Münster (7. August), Paderborn (11. September) und München (6. November).

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