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Regional Reiter wollen ihre Olympia-Chancen erhöhen
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17:25 21.03.2012
Von Michael Geisendorf
Wieder im Parcours zu sehen: der Weltranglisten-Elfte Denis Lynch, hier 2010 mit Lacroix.
Wieder im Parcours zu sehen: der Weltranglisten-Elfte Denis Lynch, hier 2010 mit Lacroix. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Olympia-Kandidaten aus 22 Nationen wollen am Sonntag, 13. Mai, beim Großen Preis um die Goldene Peitsche mitreiten, um ihre Chancen auf Olympia zu erhöhen, berichtete Escon-Marketing-Geschäftsführer Kaspar Funke auf einer Pressekonferenz im Göttinger Eden-Hotel. In den vergangenen Jahren seien maximal 16 Nationen vertreten gewesen.

Fest gemeldet haben der Weltranglisten-Elfte Denis Lynch aus Irland sowie aus den Top 100  die Niederländer Gerco Schröder (27.), Albert Zoer (85.) und Gert Jan Bruggink (87.), der Schweizer Beat Mändli (46.) und die für die Ukraine startenden Björn Nagel (62.) und  Katharina Offel (36.), die den mit 300 000 Euro dotierten Großen Preis von Paris gewonnen hat. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass die für die schwedische Olympia-Equipe gesetzte Angelica Augustsson kommt, um die im Vorjahr gewonnene Goldene Peitsche zu verteidigen“, verriet Funke.

„Ein begnadeter junger Reiter“

Zum Favoritenkreis bei den internationalen Springen des Burgturniers gehören auch der Italiener Emanuele Gaudiano (Funke: „Ein begnadeter junger Reiter“), die Schweizer Aufsteigerin Clarissa Crotta, sowie die deutschen Spitzenreiter Pia-Luise Aufrecht, Katrin Eckermann, Anna-Maria Jacobs, Lars Nieberg und Mario Stevens. Komplettiert wird das Feld durch Reiter aus weiteren europäischen und asiatischen Ländern sowie aus Brasilien und Mexiko.

Auf den bislang einzigen fest gemeldeten Reiter aus Afrika, den Ägypter Karim El Zogby, freuen sich besonders die Unternehmer der Region, die das internationale S-Springen um den Preis der südniedersächsischen Wirtschaft sponsern. Wie beim Springen um die Goldene Peitsche können sich die Platzierten Weltcup-Punkte sichern. El Zogby, Vorjahressieger vor Lynch und Stevens, durfte zudem als erster Reiter den neuen Wanderpokal, eine bronzene Gänseliesel-Statue, in den Händen halten.

Gänseliesel als Preis

Der Name des Ägypters steht als bisher einziger auf der am Fuß der Statue angebrachten Siegerplakette aus massivem 585er-Gold. „Für jeden weiteren Gewinner kommt eine Plakette hinzu, so dass das Gänseliesel jedes Jahr wertvoller wird“, erläuterte Horst Waterkamp, auf dessen Initiative der südniedersächsische Sponsorenkreis, mittlerweile 20 Mann stark, vor sechs Jahren ins Leben gerufen wurde. Adäquat zur Goldenen Peitsche darf derjenige den Wanderpokal behalten, der zweimal nacheinander oder insgesamt dreimal gewinnt. „Wir haben das Gänseliesel bewusst als Preis gewählt, um die Verbundenheit der Wirtschaft Südniedersachsens mit dem Burgturnier zu zeigen“, sagte Waterkamp.

Carl Graf von Hardenberg versicherte, dass die Wertschätzung auf Gegenseitigkeit beruhe: „Dass so viele Unternehmer aus der Region unser Turnier unterstützen, erhöht dessen Wertigkeit und fördert die gegenseitige Bindung.“

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