Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Reitstunde auf dem Hof Bettenrode: Gewinn des Tageblatt-Preisrätsels eingelöst
Sportbuzzer Sportmix Regional Reitstunde auf dem Hof Bettenrode: Gewinn des Tageblatt-Preisrätsels eingelöst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:15 03.09.2014
Von Kathrin Lienig
Reitstunde bei Philipp Hess: Detje Krebs und ihr Pferd Sambetico erhalten Tipps vom Profi.
Reitstunde bei Philipp Hess: Detje Krebs und ihr Pferd Sambetico erhalten Tipps vom Profi. Quelle: Kiel
Anzeige
Bettenrode

Beantwortet werden musste eine Frage zum CHIO in Aachen. Jetzt war sie auf dem Hof, um ihren Gewinn einzulösen.

Die aus Aligse bei Hannover stammende Reiterin hatte auch ihr Pferd mitgebracht. Insgesamt zehn Stunden waren ihre Freundin und sie an diesem Tag unterwegs. „Mit dem Aufladen des Pferdes, über die Anfahrt mit Stau, der Aufenthalt auf dem Hof und die Rückreise war das ein langer Tag. Aber der Aufwand hat sich gelohnt“, lautete das positive Fazit der 36-Jährigen.

Detje Krebs sitzt seit ihrem sechsten Lebensjahr im Sattel, hat sich schon früh der Dressur verschrieben und im Alter von zwölf Jahren mit dem Turnierreiten begonnen. „Ich reite L-Klasse für den Reitverein St. Georg Burgdorf“, berichtet sie. Mit 15 bekam sie ein Pony, das schließlich 36 Jahre alt geworden ist und erst kürzlich eingeschläfert werden musste. Seit 2005 besitzt sie ein zweites Pferd. Der Hannoveraner Wallach Sambetico ist elf Jahre alt und im besten Alter. „Mein Mann ärgert mich immer und sagt dann, dass es das beste Alter zum Verkaufen sei.“

Mit Sambetico erhielt Detje Krebs eine schweißtreibende Lektion bei Philipp Hess. „45 Minuten haben gereicht, dann waren wir beide ausgepowert – mein Pferd und ich.“ Ausgesprochen nett sei der Empfang auf dem Gelände nahe Reinhausen gewesen. „Ich habe ihm meine Probleme und die Schwierigkeiten bei Turnieren geschildert, und schnell hatte er einen Lösungsansatz parat.

„Vermehrte Basisarbeit“

Auf „vermehrte Basisarbeit“ haben sich die beiden dann für die Reitstunde geeinigt. 45 Minuten Schritt, Trab und Galopp im Wechsel waren für Pferd und Reiterin gleichermaßen anstrengend. „Das hätte auch keine Minute länger dauern dürfen. Aber zu Hause arbeite ich weiter an den Problemen. Ich hatte ja schon einige Trainer, aber das in Bettenrode war noch einen Tuck herausragender.“

Als Philipp Hess schon auf dem nächsten Pferd saß („Er hat ja ein straffes Tagesprogramm“), blieb Detje Krebs und ihrer Freundin noch Zeit, dem Turnierreiter bei der Arbeit zuzuschauen. „Mein Pferd konnte sich in einer Box ein wenig ausruhen, bevor es auf die Rückreise ging“, berichtete die ehemalige Medizinstudentin, die heute im Medizin-Controlling der Betriebskrankenkasse arbeitet.

Ein Turnierbesuch im kommenden Jahr hat sie schon auf ihrer Liste, gern würde sie auch einmal für einen dreitägigen Lehrgang nach Südniedersachsen kommen. Nach zwei Turnieren an den kommenden Wochenenden steht für die Reiterin allerdings erst einmal eine sechsmonatige Pause an.

Sie muss sich in Köln einer komplizierten Operation unterziehen und danach kürzertreten. Vielleicht gelingt es ihr in dieser Zeit, ihren dreijährigen Sohn Fridolin für den Pferdesport zu begeistern. „Er zeigt bislang so gar kein Interesse, ist doch eher fußballaffin.“