Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Renshausen flattert, gewinnt am Ende aber klar
Sportbuzzer Sportmix Regional Renshausen flattert, gewinnt am Ende aber klar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:54 21.11.2011
Einsatz: Renshausens Sarah Breitenbach (rechts) scheut den Zweikampf mit Groß Oesingens Theresa Schulze (Nr. 4) nicht. Quelle: Kunze
Anzeige
Eichsfeld

Während der TSV Renshausen den SV Groß Oesingen mit 4:1 (2:0) bezwang, unterlag Aufsteiger Germania Breitenberg beim Tabellenzweiten SV Teutonia Groß Lafferde mit 1:8 (0:5).

TSV RenshausenSV Groß Oesingen 4:1 (2:0). Eigentlich schien die Partie am Kressenanger bereits nach 17 Minuten zu Gunsten der Gastgeber entschieden. Desiree Gries (5.) und Lisa Schwerthelm hatten den Oberliga-Absteiger beruhigend mit 2:0 in Front geschossen. Schwerthelm hätte vor ihrem Tor schon treffen müssen, doch die Goalgetterin, die in der Vorwoche gegen Salzgitter fünf Mal erfolgreich war, brachte das Kunststück fertig, den Ball nach einer Querpass von Charlotte Schröer aus drei Metern über das leere Tor zu schießen.

Anzeige

Auch in der Folgezeit ging der TSV, der mit drei Spitzen sehr offensiv ausgerichtet war, fahrlässig und verschwenderisch mit seinen zahlreichen Gelegenheiten um. „In der ersten Halbzeit haben wir super gespielt, aber wir hätten 5:0 oder 6:0 führen müssen“, brachte es Trainer Wendelin Biermann auf den Punkt. Doch Pech (Schwerthelm-Freistoß wird an die Latte gelenkt/27., Gries’ Kopfball wird auf der Linie geklärt/38.) und eigenes Unvermögen (Gries trifft aus drei Metern den Pfosten/33.) sorgten dafür, dass die Gäste, die im ersten Durchgang hoffnungslos unterlegen waren, aber von den reinen Zahlen her noch mitspielen durften und mit dem ersten Torabschluss kurz nach der Halbzeit sogar auf 1:2 verkürzen konnten (48.).
Das Gegentor lähmte fortan das in den ersten 45 Minuten noch so flüssige Spiel der Gastgeberinnen. „Nach dem 1:2 ging bei uns das Flattern los“, analysierte Biermann. Gut, dass sich Renshausens kleinste Feldspielerin Desiree Gries acht Minuten vor dem Ende nach einer Ecke von Schwerthelm ganz lang machte und per Kopf zur Vorentscheidung traf. Deborah Meyer markierte in Minute 88 schließlich den Endstand: Nach einem Pass von Schwerthelm scheiterte die Mittelfeldakteurin zwar im ersten Anlauf an Gästetorfrau Sabrina Welk, blieb dann jedoch ganz ruhig und schob zum 4:1 ein.

Renshausen: Morick – Schweer, Müller, Gonzalez-Diessl, Huxhold – Breitenbach, Meyer, Gries – Vollbrecht, Schröer, Schwerthelm. – Tore: 1:0 Gries (5.), trifft aus drei Metern volley nach Schwerthelm-Ecke; 2:0 Schwerthelm (17.), schießt nach Abwehrfehler aus 16 Metern ein; 2:1 Bock (48.), per Kopf unter die Latte; 3:1 Gries (82.), Kopfball nach Ecke; 4:1 Meyer (88.).

Teutonia Groß Lafferde – Germania Breitenberg 8:1 (5:0). Mit nur neun Feldspielerinnen (krankheitsbedingt fielen kurz vor dem Spiel noch drei Germaninnen aus) war der Neuling gegen den Favoriten chancenlos. Bereits nach 27 Minuten lagen die Eichsfelderinnen mit 0:4 zurück. Doch der SV wehrte sich, so gut es ging, und ließ auch während des Spiels nie die Köpfe hängen.

„Die Stimmung war gut, wir haben versucht mitzuspielen und konnten einige Male für Entlastung sorgen“, so SV-Trainer Frank Grube. Tamara Herberholz erzielte nach einem Konter per feinem Schlenzer in den Winkel immerhin den Ehrentreffer (66.). Rebecca Wiese hätte kurz vor dem Abpfiff beinahe noch das zweite Breitenberger Tor erzielt, scheiterte nach Vorlage von Herberholz jedoch knapp. Anerkennung gab es trotz der acht Gegentreffer für Torfrau Sandra Wepel: „Sie hat noch vier gute Chancen super vereitelt“, lobte Grube, der trotz der hohen Niederlage keinen psychischen Knacks befürchtet: „Wir haben das Spiel verloren, aber nicht die Moral.“

Breitenberg: Wepel – Busch, Nachtwey, Duwald – Rau, Hunger, Herberholz, Wiese, Hadamek – Bloch. – Tore: 1:0 Raschka (12.), 2:0 Mühlhausen (16.), 3:0 Raschka (19., Foulelfmeter), 4:0 Mühlhausen (27.), 5:0 Behrens (39.), 6:0 di-Terlizzi (54.), 7:0 Rabanus (65.), 7:1 Herberholz (66.), 8:1 Behrens (76.).

Von Christian Roeben