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Regional Renshausen gewinnt erst im Elfmeterschießen
Sportbuzzer Sportmix Regional Renshausen gewinnt erst im Elfmeterschießen
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18:29 12.09.2011
Arg bedrängt: Renshausens Viola Krautwurst (Mitte) muss sich gegen die Breitenbergerin Rebecca Wiese (re.) behaupten. Quelle: Walliser
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Renshausen

In einem zwar spannenden, aber bestenfalls durchschnittlichen Spiel verwandelte die junge Paula Piechuta den entscheidenden Strafstoß, nachdem sich zuvor Breitenbergs Leonie Busch als einzige Akteurin einen Fehlschuss geleistet hatte.

Die ersten 20 Minuten gehörten den Gastgeberinnen, die aufgrund des Ausfalls von Kapitänin und Abwehrchefin Katharina Heuerding in der Defensive umbauen mussten. Chancen aus dem Spiel heraus ergaben sich jedoch kaum, weil das Spiel in die Spitze zu ungenau verlief. Und so waren es zunächst nur Standardsituationen, die zumindest etwas Gefahr vor dem Tor von Breitenbergs Keeperin Elena Müller heraufbeschworen, doch Desireé Gries Freistößen fehlte es entweder an Wucht (10.) oder an Genauigkeit (16.).

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Nachdem Renshausens einzige Spitze Lisa Schwerthelm ihrer Gegenspielerin Julia Stein entwischt war, dann jedoch vorbeischoss (18.), ermahnte Breitenbergs Trainer Joachim Nolte seine Elf zu mehr Bewegung. Das schien zunächst zu fruchten, denn die Gäste drangen in der Folgezeit, zumeist über die rechte Seite mit Natalie Nachtwey, nun öfter in die Renshäuser Hälfte ein und hätten um ein Haar auch den Führungstreffer erzielt. Bei Beate Hadameks 20-Meter-Schuss stand jedoch der Pfosten im Weg (24.). Da auch die Heimelf, die sich nach einer kleinen Schwächephase Mitte der ersten Halbzeit zum Ende des ersten Durchgangs wieder fing, ihre Chancen durch Gries (37.) und Schwerthelm (43.) nicht verwertete, wurden torlos die Seiten getauscht.

Im zweiten Abschnitt merkte man den Akteurinnen bei sommerlichen Temperaturen den Kräfteverschleiß an, Torchancen gab es kaum noch. Stefanie Bloch hätte das Derby zu Gunsten Breitenbergs entscheiden können, scheiterte bei der größten Chance der Partie jedoch frei vor Renshausens Torfrau Dana Morick (71.) und fand auch bei einem Freistoß eine Minute vor dem Abpfiff ihre Meisterin in der TSV-Fängerin. Im Elfmeterschießen trafen auf Renshäuser Seite Morick, Gonzalez-Diessl, Gries, Schwerthelm und Piechuta, während für Breitenberg zunächst Bloch und Stein verwandelten, bevor ihre Teamkollegin Busch verzog. Auch die folgenden Treffer von Nickel und Herberholz änderten letztlich nichts mehr an der Breitenberger Pokalniederlage, da die Gastgeber keine Nerven bei ihren Strafstößen zeigten.

„Wenn Stefanie Bloch ihre Chance nutzt, gewinnen wir hier“, haderte Breitenbergs Trainer Joachim Nolte nach dem Ausscheiden. „Wir hätten den Sack schon in der ersten Halbzeit zumachen können. Leider haben wir drei hundertprozentige Chancen nicht genutzt.“

Renshausens Coach Wendelin Biermann hatte nach dem finalen Strafstoß gleich doppelten Grund zur Freude: Er konnte sich nicht nur über das Weiterkommen freuen, sondern auch darüber, der Wasserdusche entkommen zu sein, die ihm seine Spielerinnen noch auf dem Platz verpassen wollten. „Wir wollten heute zu Null spielen, das war ganz wichtig“, erklärte Renshausens Trainer anschließend. „Der Sieg ist eine gute Sache, die uns hoffentlich Aufwind für die nächsten Meisterschaftsspiele geben wird.“

Renshausen: Morick – Gonzalez-Diessl, Krautwurst, Piechuta, Breitenbach – Meyer, Charlotte Schröer, Reinemann, Gries, Vollbrecht – Schwerthelm.
Breitenberg: MüllerStein, Duwald (50. Jacobi), BuschNachtwey, Hadamek, Geller, Herberholz, Bloch – Nickel, Wiese.
Elfmeterschießen: 1:0 Bloch, 1:1 Morick, 2:1 Stein, 2:2 Gonzalez-Diessl, Busch verschießt, 2:3 Gries, 3:3 Nickel, 3:4 Schwerthelm, 4:4 Herberholz, 4:5 Piechuta.

Von Christian Roeben