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Regional SVG verspielt wegen Schwächephase 2:0-Führung
Sportbuzzer Sportmix Regional SVG verspielt wegen Schwächephase 2:0-Führung
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23:19 11.09.2011
Durch die Beine: Der SVGer René Illner (rechts) im Zweikampf mit Vallstedts Tobias Schmidt. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Einen Durchgang lang lief am gestrigen Sonntagnachmittag alles nach Plan: Die Sonne schien, die SVG führte mit 2:0 durch Tore der Podolczak-Brüder, die jeweils nach schöner Kombination trafen, die Schwarz-Weißen kontrollierten das Spiel. Einziger Aufreger: Nach einer Rudelbildung sah SVG-Innenverteidiger Meyer zu Unrecht Gelb Rot, der Vallstedter Schmidt berechtigt Rot wegen einer Tätlichkeit. Dennoch verschwand Trainer Nolte zufrieden in der Kabine, die Dominanz seiner Elf war bis zu diesem Zeitpunkt groß. Dass er allerdings vorerst nicht wiederkam, war einem Gewitter plus kräftigem Wolkenbruch geschuldet. Mehrfach versuchte Schiedsrichter Geismann das Spiel wieder anzupfeifen und brach es dann auf Grund von Blitzen verantwortungsbewusst wieder ab.

Um 17 Uhr ging es schließlich weiter, und das gesamte Spielgeschehen drehte sich: Nun bestimmte der Gast aus Vallstedt das Spiel nach Belieben und kam schnell zum 1:2-Anschlusstreffer (55. Rudi). Die SVG wirkte wie erstarrt und ließ sich komplett in die eigene Hälfte drängen, was Gästecoach Michael Nietz sofort mit der Umstellung auf eine Dreierkette in der Abwehr quittierte und so ein offensives Übergewicht für seine Mannschaft schuf. So kam, was kommen musste, und die Vallstedter kamen in der 68. Minute durch Kechter zum Ausgleich.

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Völlig von der Rolle war jetzt auch Schiri Geismann, der es passend zum Gewitter gelbe Karten regnen ließ und ebenfalls den Zugriff auf das Spiel verlor. Eine Bilanz von elf gelben, zwei gelb-roten und einer roten Karte waren das erstaunliche Ergebnis, wobei die Partie gar nicht einmal sonderlich hart geführt wurde.

In der 81. Minute kam der Gast aus Vallstedt durch einen Freistoß aus 35 Metern zur 3:2-Führung – Demir hatte unhaltbar in den Winkel getroffen. Ein komplettes Debakel verhinderte Käschel, der in der 90. Minute ebenfalls einen Freistoß in den Winkel schlenzte und so einen Punkt rettete. Trösten konnte er damit seinen Trainer nicht: „Es ist das dritte Spiel in der Saison, in dem wir völlig unnötig eine Führung aus der Hand geben. Plötzlich verschieben wir falsch, stehen im Zentrum offen und lassen uns in die Defensive drängen. Es ist unerklärlich“, war Nolte angefressen. Die Gründe sah der erfahrene Trainer besonders in der Psyche seiner Elf: „Natürlich setzt sich das im Kopf der Spieler fest, wenn so etwas häufiger passiert. Wir müssen dringend mal wieder für unsere Überlegenheit belohnt werden.“

SVG: Bitow – Walz, Orak, Meyer, Alexander – Käschel, Bilbeber, Illner, Stern – G. Podolczak (80.Müller), K. Podolczak (66. Hafner).– Tore: 1:0 G. Podolczak (9.), 2:0 K. Podolczak (44.), 2:1 Rudi (55.), 2:2 Kechtner (68.), 2:3 Demir (81.), 3:3 Käschel (90.).

Von Dennis Erkner