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Regional Schiedsrichter revidiert Elfmeter-Entscheidung
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22:19 28.08.2011
Läuft heraus: Hillerses Keeper Daniel Pribyl (l.) rettet vor SVG-Stürmer Krzysztof Podolczak.
Läuft heraus: Hillerses Keeper Daniel Pribyl (l.) rettet vor SVG-Stürmer Krzysztof Podolczak. Quelle: CR
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„Wir hatten genügend Chancen, das Spiel zu gewinnen“, blickte SVG-Kapitän Philipp Käschel auf die vergebenen Einschussmöglichkeiten gegen Hillerse zurück. „Wir sind manchmal noch etwas grün hinter den Ohren. Die Mannschaft ist ja auch noch recht jung“, entschuldigte Verteidiger Robin Bilbeber (sah in der 89. Minute wegen Meckerns Gelb-Rot) die Defizite in den Reihen der Gastgeber.

Dabei sah es in der Anfangsphase nach einem Feuerwerk aus, das aber schnell verpuffte. Erst traf Andreas Ganski für Hillerse nach vier Minuten den Außenposten, den knallte Krzystof Poldoczak das Leder an 25 Metern ans Torgebälk. Und als in der 16. Minute der ansonsten wenig überzeugende Schiedsrichter Dennis Grüneberg aus Osterode einen Foulelfmeter anzeigte, blieben lautstarke Proteste nicht aus. Der einmal mehr überragende SVG-Torwart Florian Bitow sollte direkt an der Strafraumgrenze Gegenspieler Andreas Ganski attackiert und nicht zuerst den Ball den gespielt haben. Offensichtlich eine Fehlentscheidung. Auf Befragen seiner Assistentin Anna-Maria De Marco und des TSV-Stürmers Andreas Ganski zog der Unparteiische den zuvor verhängten Straßstoß zurück: „Eine Entscheidung, die absolute Hochachtung verdient“, gab SVG-Abteilungsleiter Thorsten Tunkel zu Protokoll.

In der Folge hinterließen beide Abwehrreihen nicht den sichersten Eindruck. Und im Abschluss agierte die SVG noch zu überhastet und zeigte bereits im Aufbau zu viele Abspielfehler. Und dann endlich das erlösende 1:0 (53.), als Philipp Käschel vorlegte und Rene Illner aus spitzen Winkel und kurzer Distanz das Leder im gegnerischen Gehäuse versenkte: „Da waren wir am Drücker und hätten nachsetzen müssen. Wenn wir die Konter vernünftig abschließen, dann gewinnen wir das Ding auch,“ trauerte Trainer Knut Nolte einem möglichen Sieg nach.

Ob Freyberg oder die beiden Podolczak-Brüder, sie hatten Möglichkeiten. Auch die Gäste hatten dicke Chancen, die Florian Bitow recht spektakulär parierte. Aber in der 82. Minute war auch er machtlos. Einen Schuss von Bruns ließ er abklatschen, so dass Feysel das Leder zum 1:1 ungehindert einschieben konnte. „Wir sind noch in der Findungsphase. Dafür machen wir das schon richtig gut. Es wird aber noch besser werden“, versprach Kapitän Philipp Käschel den oft noch zu kritischen Zuschauern.

SVG: Bitow – Zerhusen, Meyer, Alexander, Bilbeber –, Hafner, Illner, Käschel, Benseler (46. Freyberg) – K. Podolczak (78. Müller) G. Podolczak. – Tore: 0:1 Illner (53.), 1:1 Feysel (82.)

Es wurde nichts aus Spartas erhofftem Punktgewinn beim Fußball-Landesliga-Rivalen ULM Wolfsburg. Nach dem 0:2 (0:1) beim neuen Tabellenführer ist der Aufsteiger mit zwei Unentschieden und zwei Niederlagen vom elften auf den 14. Platz zurückgefallen.

„Wir haben die erste Halbzeit total verpennt, waren viel zu weit weg vom Gegner und haben Wolfsburg spielen lassen“, kritisierte Sparta-Trainer Heiko Bause das Zweikampfverhalten seiner Akteure. Allerdings taten sich die Platzherren schwer, ihre Feldüberlegenheit in Torchancen umzumünzen. Zum Führungstreffer bedurfte es eines Missgeschicks des Spartaners Mathis Klein, der eine Wolfsburger Flanke zum 1:0 ins eigene Tor lenkte (27.).

Sehr viel engagierter traten die Gäste nach der Pause auf. „Da haben wir gekämpft und gut gegen gehalten. Mit der Leistung in der zweiten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Ich hoffe, dass wir darauf aufbauen können“, sagte Bause. Hochkarätige Chancen sprangen aber nicht heraus, so dass der Sparta-Coach den Sieg der Wolfsburger, die eine Viertelstunde vor Schluss noch auf 2:0 erhöhten, als „insgesamt verdient“ bezeichnete.

Sparta: Feddern – Schwarze, Klein, Witschewatsch – Zani, Kazmierczak (75. Vogelsang), Matezki (46. Saciri), Y. Suleiman, Strauss – Taubert, Zackenfels (H. Suleiman). – Tore: 1:0 ET (27.), 2:0 Moosberger (73.).

Von Ferdinand Jacksch
und Michael Geisendorf