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Regional Schneemann bewahrt in heißer Phase kühlen Kopf
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23:15 23.08.2009
Kein Foul: Hart aber fair klärt Peines Schlussmann Colakoglu vor Christian Splitt. Der RSV-Innenverteidiger hätte freistehend aus zwölf Metern den Abschluss suchen können, entschied sich aber für ein Dribbling.
Kein Foul: Hart aber fair klärt Peines Schlussmann Colakoglu vor Christian Splitt. Der RSV-Innenverteidiger hätte freistehend aus zwölf Metern den Abschluss suchen können, entschied sich aber für ein Dribbling. Quelle: Theodoro da Silva
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Was für ein kurioses Match an der Benzstraße: Da betreiben die Gastgeber einen spielerisch und läuferisch immensen Aufwand, sind die technisch versiertere Elf – trotz erneut zahlreicher Abspielfehler – und müssen sich zum Ende doch diebisch freuen, diese drei Punkte verbuchen zu können. Grund für die erlittene Beinah-Pleite war erneut die enorm ausbaufähige Chancenverwertung. 16:3 Einschussmöglichkeiten standen am Ende zu Buche. Die besten Torchancen vergaben Mehdi Mohebieh (5., 50.), Christian Splitt (39., 45., 46.), Theodor Koch (75.) und von der Crone (81.) freistehend.

„Wir sind ein junges Team, haben ein Durchschnittsalter von gerade einmal 22 Jahren. Da wünsche ich mir ein wenig Verständnis. Aber ganz klar: Wir haben das Spiel heute unnötig spannend gemacht“, bilanzierte Eike Schneemann. Der RSV-05-Kapitän bewahrte in der hitzigen Phase kühlen Kopf und glich in der 76. Minute die überraschende Peiner Führung aus.

Der Ausgleich hatte jedoch nur neun Minuten Bestand. Allerkamp nutzte einen wiederholten Stellungsfehler von RSV-Innenverteidiger Nils Leonhardt und markierte die erneute Führung (85.). Der VfB spielte zu diesem Zeitpunkt seit zwei Minuten in Unterzahl, da Einwechselspieler Triantaphillidis vom solide pfeifenden Schiedsrichter Hartje wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte gezeigt bekommen hatte.

Angepeitscht von der niemals unterstützungsmüden schwarz-gelb-grünen Fangemeide schlug 05 jedoch erneut zurück. Theodor Koch belohnte sich für sein starkes Spiel mit einem sehenswerten Treffer zum 2:2. Kurz vor dem Abpfiff ließ Einwechselspieler Erdem Kazan seine technische Raffinesse aufblitzen: Sehenswert verlud er gleich zwei Peiner, zog in den Strafraum und schloss souverän mit einem trockenen Schuss aus 14 Metern ins linke untere Eck ab. Überglücklich fielen die Schwarz-Gelb-Grünen über ihren Joker her, bildeten eine riesige Jubel-Traube und feierten den wohl kaum noch für möglich gehaltenen Triumph.

„Die kommen alle wieder“

„Wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Natürlich wünschte ich mir, dass wir mal souveräner gewinnen. Aber für die Zuschauer ist das doch toll. Fünf Tore und so viel Spannung, die kommen bestimmt alle wieder“, bilanzierte Stephan Kazmaier, 3. Vorsitzender des RSV.

RSV-Coach Holger Koch sprach später von einem Sieg der Moral. „Es ist schön zu sehen, dass das Team kämpft – jeder für jeden. Die Mannschaft glaubt an sich, das ist die Grundvoraussetzung um erfolgreich zu sein.“

RSV 05: Woitschewski – Reinecke, Splitt, Leonhardt, Schneemann – Wendt (70. Kazan), Mehdi Mohebieh, Timucin (84. Huck) – von der Crone, Koch.

Tore: 0:1 Nguyen (71.), überlistet den weit vorm Tor stehenden RSV-Keeper Woitschewski mit einem Schuss aus 35 Metern; 1:1 Schneemann (76.), Kopfball nach Koch-Ecke; 1:2 Allerkamp (85.), Kopfball aus kurzer Distanz; 2:2 Koch (86.), Schuss aus 12 Metern; 3:2 Kazan (89.), setzt sich gegen zwei Peiner durch uns schließt sehenswert aus 14 Metern ab.

Von Mark Bambey

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