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Regional Schnelle Jühne erzielt Hattrick im Pokalspiel
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20:37 14.08.2011
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Am Sonntag war dazu Oberligist TSG Ahlten angereist und trat am Greitweg gegen den Ligarivalen Sparta an. Die Ahltener Spielerinnen erlebten in der ersten Hälfte eine Göttinger Mannschaft, die ihren Möglichkeiten nicht gerecht wurde und dennoch kurz vor der Pause in Führung ging.

Hätten die Sparta-Damen in der vergangenen Saison in solch einer Verfassung gespielt wie in der ersten Hälfte dieses Pokalfights, wären sie mit Sicherheit nicht an die Tabellenspitze gelangt. „Wir konnten krankheitsbedingt mit nur zwölf Spielerinnen antreten“, erklärte Sparta-Trainer Marko Weiss die schlechte Leistung seines Teams. Unter anderem fehlte Stürmerin Inga Große. Zudem hätten sie vor der Pause mit Libera gespielt, der Umbau zur Viererkette habe schließlich den gewünschten Erfolg gebracht, so Weiss.
Was den Sparta-Spielerinnen in den ersten 45 Minuten offensichtlich fehlte, waren Laufbereitschaft und die nötige Spielübersicht. Zwar spielten sich die Damen in der sechsten Minute ihre erste Torchance heraus, der Ball trudelte aber nur bis kurz vor die Torlinie. Auch ein Freistoß ging nur knapp am gegnerischen Tor vorbei. Die bis dahin beste Chance nach einer Flanke von rechts vors Tor konnte Torjägerin Jennifer Rust nicht zum Abschluss bringen, weil sie beim Schuss auf dem nassen Rasen ausrutschte (17.).

Auch wenn Torchancen da waren, das Sparta-Spiel blieb statisch und träge. „Wir haben immer wieder zu gegnerischen Torchancen aufgefordert“, sagte Weiss. Abwehr und Mittelfeld bewegten sich häufig erst, wenn der Gegner bereits in Ballbesitz war, gestört wurde so gut wie nie. Ahlten baute in der Folge immer mehr Druck auf, konnte aber auch aufgrund der soliden Leistung von Spartas Torfrau keinen Treffer landen – nicht nur mit ihrer sensationellen Parade (90.) kurz vor Abpfiff zeigte Nina-Jaqueline Hall, dass sie zu den besten Spielerinnen auf dem Platz gehörte. Stürmerin Rust schoss schließlich das 1:0 (42.), nachdem der Schiedsrichter nach einem Foul auf Vorteil entschieden hatte und weiterspielen ließ.

Nach der Halbzeit erlebte die TSG dann ihr blaues Wunder – so wie der Himmel aufgeklart war, zeigten auch die Spartanerinnen Einsatz und Willen, der mit drei Toren belohnt wurde. Mit dem Umbau zur Viererkette stand Sparta nach der Pause besser auf dem Platz. Auch Zweikampfstärke und Laufbereitschaft waren da, das Spiel gewann so schnell an Fahrt. Katharina Volkmar setzte nach Vorlage von Rust einen Schuss an die Latte (62.). Sparta zeigte nun durchdachte Spielzüge, die nicht nur in guten Chancen endeten: Die torgefährliche Mittelfeldspielerin Juliane Jühne erzielte sogar einen Hattrick.

„Wir haben die Nummern neun und zehn einfach nicht in den Griff gekriegt“, erkannte nach dem Spiel auch die Ahltener Trainerin Heidi Kalden die Leistungen der Sparta-Akteurinnen Rust und Jühne an. Rust sei in Zweikämpfen zu stark und Jühne zu schnell vor dem Tor gewesen, so Kalden. Nur weil die TSG bis zur letzten Minute nicht aufgab, erzielte Maike Jeschor in der Nachspielzeit praktisch mit dem Abpfiff noch einen Treffer (92.). Am verdienten Sparta-Sieg änderte das nichts.

Sparta: Hall – Brandert, Schiele, Wohltmann, Rust, Jühne, Wrisberg, Volkmar, Gente, Papen (76. Schmidt-Landinghoff), Janssen. – Tore: 1:0 Rust (42.), 2:0/3:0/4:0 Jühne (50./63./67.), 4:1 Jeschor (90.).