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Regional Sechste Weltmeisterschaft für Radballer aus Obernfeld
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15:44 22.11.2017
Manuel und André Kopp kämpfen im österreichischen Dornbirn nach WM-Medaillen.
Manuel und André Kopp kämpfen im österreichischen Dornbirn nach WM-Medaillen. Quelle: R
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Eichsfeld

Von ihrem Heimatort aus geht es zuerst einmal zur Zentrale des Bundes Deutscher Radfahrer nach Frankfurt am Main. Mit dem BDR-Bus wird die Fahrt nach Gärtringen im Landkreis Böblingen in Baden Württemberg zum Sammelpunkt der deutschen WM-Fahrer fortgesetzt. Wenn der deutsche WM-Stab, bestehend aus den Akteuren im Radball und Kunstradfahren, Trainern, Betreuern, Funktionären sowie der medizinischen und physiotherapeutischen Betreuung, vollzählig ist, heißt es um 16 Uhr: „Auf nach Dornbirn“.

Drei Tage vom 24. bis 26. November 2017 finden hier in fünf nagelneuen Messehallen die Welttitelkämpfe im Radball und Kunstradfahren statt. „Zum sechsten Mal die deutsche Ersatzmannschaft im Radball bei einer WM. Das riecht förmlich nach einem Rekord“, sagt Stahlross-Mannschaftssprecher Manuel Kopp.

Da hält sich die Aufregung trotz des großen Events in Grenzen. Die Routine überwiegt bei den Kopps. „Wir kennen mittlerweile das Prozedere einer WM vom Treffen bis zum Abschlussbankett“, so Manuel Kopp hinzu. „Als Ersatzteam nehmen wir unsere Aufgaben genauso ernst, als würden wir selbst spielen. Wir unterstützen unsere WM-Mannschaft vom RMC Stein wie schon im letzten Jahr in allen Bereichen und hoffen gemeinsam auf den Erfolg“, ergänzt der Obernfelder Torwart André Kopp.

Im WM-Austragungsort angekommen, werden erst einmal Trainingshalle, Wettkampfflächen, Radlager und andere Örtlichkeiten inspiziert. Im Radlager werden anschließend die Räder zusammengebaut und entsprechend gewartet.

Mit dem Einchecken im Hotel und einem gemeinsamen Abendessen endet der Ankunftstag. Am Donnerstagmorgen steht das erste Training auf dem Programm. Eine vom Weltverband UCI erstellte Agenda weist jeder Mannschaft und jedem Einzelstarter die genaue Fahrzeit in der Trainingshalle und auf der Wettkampffläche zu.

Am Nachmittag steht die nächste Trainingseinheit an. Wenn es der Terminplan zulässt, nimmt der Obernfelder Manuel Kopp als UCI-Athletensprecher aller Hallenradsportlerinnen und -sportler an der Kommissionssitzung Hallenradsport des Weltverbandes teil.

Während am Freitagmorgen die ersten Kunstradfahrer auf der Wettkampffläche ihre Kür und die Radballer der B-Gruppe (die Mannschaften spielen um die Plätze sieben bis dreizehn) die ersten Spiele bestreiten, beginnen in der Trainingshalle die deutschen Radballer mit dem Aufwärmprogramm.

Nach der Eröffnungsfeier absolvieren ab 18.30 Uhr dann auch die sechs besten Radballnationen ihre Auftaktspiele. „Auch wenn wir wieder nur auf der Ersatzbank schmoren, freuen wir uns auf die drei WM-Tage. Die imposante Atmosphäre, wenn 3500 Zuschauer in der vollbesetzten Halle ihre Mannschaften anfeuern, ist immer wieder ein unvergessliches Erlebnis“, sagen die Obernfelder Radballer unisono.

Von Berthold Kopp