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17:21 29.07.2011
„Es ist cool, Kinder zu betreuen“: Tuspo-Volleyballerin Inga Großkopf ist ein Soziales Talent.
„Es ist cool, Kinder zu betreuen“: Tuspo-Volleyballerin Inga Großkopf ist ein Soziales Talent. Quelle: Pförtner
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Weende

Seit neun Jahren ist sie mit dem Kreissportbund auf großer Fahrt. Zuerst als Teilnehmerin von Ferienfreizeiten, seit einiger Zeit aber auch als Betreuerin. „Ich bin ein bisschen mehr als die Hälfte meines Lebens mit dem KSB unterwegs“, sagt Inga Großkopf, die beim Tuspo Weende Volleyball spielt. Auch in den laufenden Sommerferien ist die 17-Jährige im doppelten Einsatz: als KSB-Begleitperson auf der Stolle in Dahlenrode und auf Sylt – auf der Nordseeinsel ist sie zum ersten Mal Betreuerin.
Als Teilnehmerin sei sie bereits „als Kind begeistert“ von den KSB-Ferienfreizeiten gewesen. „Zum ersten Mal ist man von den Eltern weg“ – was nicht heißen soll, dass die Familienurlaube ihr keinen Spaß gemacht haben. Ihr sei aber schnell klar gewesen, dass die erste KSB-Freizeit nicht ihre letzte war. „Ich fand das früher einfach ganz cool.“

Die Teilnehmerzahlen fallen heute im Vergleich zu Ingas Kindheit etwas geringer aus: Früher seien 200 bis 250 Kinder auf der Stolle gewesen, heute betreue sie rund 150 Teilnehmer, berichtet sie. Es sei nie ihr „Ding“ gewesen, als Klassensprecherin vor einer großen Gruppe zu sprechen, mit den Kindern auf der Stolle sei es jedoch etwas anderes: „Die hören auf mich“, sagt die Schülerin der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (IGS), die nach den Ferien die 13. Klasse besucht und die Leistungskurse Geschichte, Erdkunde und Biologie gewählt hat. „Es ist cool, Kinder zu betreuen. Ich möchte aber eher gemeinsam mit ihnen Spaß haben. Als Lehrer würde ich es nicht die ganze Zeit mit ihnen aushalten“, sagt die 17-Jährige. „Auch als Betreuer muss man ernst sein, aber es dauert eben auch nur zehn Tage.“
In Weende sind der Tuspo und die Weender Sporthalle ihre zweite Heimat. Die Mutter, eine Anthropologin, und der Vater, der bei der Telekom beschäftigt ist, seien „alte Volleyballer“. Papa ist Abteilungsleiter, Tochter Inga hilft manchmal an der Theke aus und spielt für die fünfte Damenmannschaft. „Ich bin eigentlich immer in der Halle“, sagt die 1,72 Meter große Außenangreiferin.

Neben ihrem Engagement für den Tuspo und den KSB bleibt Inga wenig Zeit für andere Dinge. Sie spielt ein wenig Klavier und Gitarre, räumt hinsichtlich ihrer musikalischen Entwicklung aber selbstkritisch ein: „Andere können mehr nach der Zeit.“ Mit der Gitarre sorgt sie an den Lagerfeuern der Ferienfreizeiten immerhin für die Begleitmusik – Anfang August das erste Mal als Betreuerin der älteren, bis zu 15 Jahre alten Teilnehmer auf Sylt. Zwischen Stolle und Nordsee bleiben ihr in diesen Sommerferien gerade zwei Tage zu Hause, im Anschluss vor dem Schuljahr noch einmal vier Tage. Das macht ihr aber rein gar nichts aus. „Man hat mit den Kindern schon manchmal Stress, dafür aber auch mit der Betreuergruppe viel Spaß.“ Und überhaupt: „Für mich war es immer selbstverständlich mitzumachen und anderen zu helfen.“

In der nächsten Folge stellt das Tageblatt Jago Neuparth vom ASC vor.

Von Eduard Warda