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Regional Shaline Pipa und Timo Stodder sind die neuen Stadtmeister
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20:17 10.06.2019
Gewinnt gleich bei seinem ersten Auftritt auf Sand: Timo Stodder. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Während sich mit Shaline Piper bei den Damen die topgesetzte Spielerin bei den 43. Tennis-Stadtmeisterschaften des TSC Göttingen durchgesetzt hat, standen sich im Finale der Herren zwei Akteure gegenüber, die kaum jemand auf der Rechnung hatte. Am Ende gewann Timo Stodder in einem hochklassigen Finale in zwei Sätzen.

Für Stodder, der für den schleswig-holsteinischen Verein Suchsdorfer SV spielt, war es die dritte Turnierteilnahme in Göttingen. Nachdem er vor drei Jahren noch im Finale verloren hatte, machte er es in diesem Jahr besser. Nach dem 7:6 (7:5) im ersten Satz gegen Leonard von Hindte (Club an der Alster) ging es mit dem Hochgeschwindigkeitstennis weiter. Stodder spielte konzentriert und überließ seinem Kontrahenten kein einziges Aufschlagspiel im zweiten Satz und entschied diesen mit 6:1 für sich. „Ich bin erst seit vier Tagen wieder in Deutschland, war ein Jahr in Amerika. Das ist mein erstes Sandplatzturnier in diesem Jahr“, berichtete Stodder, der im Viertelfinale den an Position eins gesetzten Berliner Robert Strombach ausgeschaltet hatte. „Ich bin zufrieden, mit dem Preisgeld finanziere ich meine nächsten Turnierreisen.“

Von Wadenkrämpfen geplagt

Mehr als zwei Stunden standen die beiden Finalistinnen auf dem Platz, ehe die Siegerin feststand. Mit Shaline Pipa (DTV Hannover) und Juliane Triebe (Berliner SV 1892) hatten die beiden topgesetzten Spielerinnen das Endspiel erreicht. Schnell führte Pipa mit 4:1 im ersten Satz, doch ihre Gegnerin kämpfte, überzeugte defensiv und fand im Verlauf der Partie immer besser ins Spiel. So hatte der erste Durchgang leichte Überlänge, ging mit 7:5 an Pipa.

Spannende Spiele haben die Zuschauer bei den Offenen Stadtmeisterschaften erlebt.

Der zweite Satz verlief zunächst ausgeglichen, bis zum 4:3 brachten beide Spielerinnen ihren Aufschlag jeweils durch. Dann wurde Pipa länger von Physiotherapeutin Annabelle von Kallay behandelt, immer wieder plagten sie Wadenkrämpfe. Die Behandlung verfehlte ihre Wirkung nicht, die Hannoveranerin, Nummer 41 der Deutschen Rangliste, holte sich das Break, führte 5:3, hatte im folgenden Spiel bei eigenem Aufschlag die ersten drei Matchbälle, musste das Spiel dann aber trotzdem noch ihrer Gegnerin überlassen.

Tränen in den Augen

Beim 5:4 war Pipa erneut im Vorteil, führte schon 40:15, benötigte schließlich aber noch drei Matchbälle, ehe sie humpelnd, mit Tränen in den Augen zum Netz ging und ihre Gegnerin umarmte. „Ich hatte in der vergangenen Woche eine Sommergrippe und nun vier Matches in zwei Tagen. Erst waren es Krämpfe in den Waden, dann sind sie in den Oberschenkel gezogen“, berichtete die Siegerin nach dem Spiel. Ihr probates Mittel, um die Ballwechsel kürzer zu halten, waren Stopps, die immer wieder zum Erfolg führten. „Ich spiele die gern, aber normalerweise nicht ganz so oft wie heute“, sagte Pipa anschließend. Sie und ihre Gegnerin kennen sich, seitdem sie zwölf Jahre sind, hatten sich heute Morgen auch gemeinsam eingespielt. „Ein bis zwei Tage Pause“ wird sie sich nach dem Turniersieg, der ihr nach eigenem Bekunden viel Selbstvertrauen gegeben habe, gönnen. Das Preisgeld ist auch schon verplant: „Ich will meinen B-Trainer machen und nehme es für die Ausbildung.“

Schiedsrichter Adrian Johanns kommt seit 13 Jahren Pfingstmontag aus Hamburg nach Südniedersachsen. „Mir gefällt das Turnier, weil hier am Finaltag immer eine tolle Zuschauerkulisse ist. Das ist längst nicht überall der Fall“, erzählte der erfahrene Unparteiische, der auch international aktiv ist.

Gegen gesetzte Konkurrenz verloren

Erfreulich aus heimischer Sicht war das Abschneiden von Neila Trklja. Die TSCerin setzte sich nach Freilos in der ersten Runde anschließend mit 6:4, 7:6 gegen Alice Violet (Braunschweiger THC) durch. Im Viertelfinale war für die Abiturientin dann aber gegen die an Position zwei gesetzte Triebe beim 1:6, 1:6 Endstation. Zwei Spieler des Gastgebers erreichten im Herren-Hauptfeld die zweite Runde: Sebastian Schmiedl (6:2, 6:1 gegen Koschtojan/Sandanger) und Benjamin Tzschentke (6:0, 6:2 gegen Gelbke/DTV Hannover) gewannen jeweils klar in zwei Sätzen, um sich dann anschließend aber auch gegen gesetzte Kontrahenten zu verabschieden.

Von Kathrin Lienig

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