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Regional Sieg beim Transalpinrun: Hegemann feiert größten Erfolg
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19:23 09.09.2019
Ida-Sophie Hegemann (r.) mit ihrer Partnerin Suse Spanheimer beim Lauf über die Alpen. Quelle: Harald Wisthaler
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Duderstadt

„Man stößt emotional und körperlich an seine Grenzen“, sagt Hegemann, die zusammen mit ihrer Partnerin aus Würzburg für das Nationalteam startet. Ein unfassbare Woche liegt hinter der Eichsfelderin: 277 Kilometer und mehr als 16000 positive sowie 14000 negative Höhenmeter.

Acht Etappen von Oberstdorf nach Sulden am Ortler – der Transalpin Run zählt zu den bekanntesten Alpenüberquerungen. „Es waren acht unfassbare Tage mit vielen Höhen und Tiefen“, erzählt Hegemann, dessen Teampartnerin Spanheimer die anschließenden vier Tage sehr hart zu kämpfen hatte. Die Würzburgerin musste am vierten Wettkampftag aufgrund von starken Magenproblemen fast aufgeben. Der Lauf über die Alpen wird traditionell nur in Zweierteams gelaufen. Dort gibt es die üblichen Kategorien: Männer, Frauen und Mixed. Als Besonderheit gilt, dass auf der Strecke der Abstand der Gruppe bei maximal zwei Minuten liegen darf. Diese Zeit wird an entsprechenden Messstationen überprüft.

Sieg mit vier Stunden Vorsprung

„Wenn deine Partnerin kurz vor der Aufgabe ist, kostet das schon echt nerven. Ich habe sie immer wieder animiert, nicht aufzugeben. Letztlich haben wir es zusammen durchgestanden“, so Hegemann.

Am Ende des achttägigen Events stand der Sieg für Hegemann/Spanheimer bei den Frauen fest. In 35:50:57 Stunden hatten die beiden Trailläuferinnen den Transalpin gewonnen und holten dabei alle Etappensiege – ein toller Erfolg. Mit mehr als vier Stunden Vorsprung auf das russische Frauenteam und in Rekordzeit meisterte das Duo das Rennen mit Bravur.

„Ich habe sehr wenig geschlafen, meist nur so vier Stunden. Vor allem wurde der Etappenstart schon auf 7 Uhr vorverlegt. Den einen Morgen waren wir sogar eingeschneit“, berichtet Hegemann. Zum Laufevent in den Alpen hat die Duderstädterin einen besonderen Bezug. „Vor zwei Jahren bin ich dort zwei Etappen gelaufen und damals auch entdeckt. Seit dem Rennen bin ich im Transalpin-Germany-Team“, so Hegemann, die als jüngste Teilnehmerin an den Start ging.

Schwester im Ziel

Im Ziel wurde es emotional, denn Hegemanns kleine Schwester Mieke war zusammen mit der Familie ins italienische Sulder gereist und lief die abschließenden 100 Meter an der Seite ihrer großen Schwester. „Emotional bin ich schon an meine Grenzen gestoßen, denn meine Familie ist die ganze Nacht durchgefahren, um mich als Überraschung im Ziel zu empfangen“, freute sich die Eichsfelderin. „Ich hatte Tränen in den Augen als ich Mieke im Zielbereich sah und war mir zunächst gar nicht sicher, ob sie es war“, ergänzt Hegemann.

Noch im Mai schien die Saison für die Läuferin alles andere als gut zu beginnen – starke Rückenprobleme ließen so eine Saison niemals vermuten. Große internationale Siege, der U23-Weltcupsieg beim Mont Blanc Marathon, den Erfolg beim 4 Trails Etappenrennen in Österreich und jetzt den Transalpin – die erfolgreichste Saison in der noch jungen Karriere Hegemanns. Nur drei nach dem Rennen über die Alpen ist die Verfassung schon wieder prächtig: „Mir geht es erstaunlich gut. Mein Trainer musste mich schon am Stuhl festbinden, damit ich nicht schon wieder auf die Laufstrecke gehen, um zu trainieren“, berichtet die 21-Jährige.

Den Abschluss dieser erfolgreichen Saison bildet der Start bei der World Series in Schottland. „Ich kann diese Saison noch gar nicht in Worte fassen und es wird schwer diese überhaupt noch zu toppen“, so Hegemann, die allerdings noch ehrgeizige Ziele verfolgt. „Mit drei Siegen bei den Weltcups qualifiziert man sich für das Finale in Nepal – das ist noch mal ein Traum von mir. Da gehen dann schon die Top Ten der Welt an den Start.“

Von Jan-Philipp Brömsen

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